Schwanenberger Grundschule: Fortbestand durch Kooperation

Von: Helmut Wichlatz
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Neuer Verbund für den Erhalt der Schwanenberger Grundschule: Sie wird im Laufe des nächsten Schuljahrs der Grundschule Gerderath (Bild) zugeordnet. Foto: Stefan Klassen
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Neuer Verbund für den Erhalt der Schwanenberger Grundschule (Bild): Sie wird im Laufe des nächsten Schuljahrs der Grundschule Gerderath zugeordnet. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz. Damit ihr Fortbestand gewährleistet werden kann, wird die Schwanenberger Grundschule im Laufe des kommenden Schuljahres als Teilstandort der Gerderather Grundschule zugeordnet. Den Weg dafür machten die Mitglieder des Schulausschusses frei.

Wichtig für die Identifikation

Laut Schulgesetz des Landes NRW muss eine Grundschule eine erforderliche Mindestschülerzahl von 92 aufweisen. In Schwanenberg werden es zu Beginn des kommenden Schuljahres nur 87 Schüler sein. Der Erste Beigeordnete der Stadt Erkelenz, Dr. Hans-Heiner Gotzen, verwies darauf, dass ähnliche Zusammenschlüsse schon die Grundschulstandorte Hetzerath und Houverath gerettet hätten.

Die Evangelische Grundschule Schwanenberg weist nun schon im vierten Jahr in Folge eine zu geringe Schülerzahl aus. Ziel der Erkelenzer Schulpolitik sei auch, die kleinen Schulstandorte zu erhalten. Sie seien für das Identifikationsgefühl mit dem Ort ebenso wichtig wie für die Grundschüler selbst, betonte er. Daher werde an der Politik „Kurze Beine, kurze Wege“ auch weiterhin festgehalten.

In Gesprächen mit dem Schwanenberger Presbyterium und den Schulen war schon vorher alles für die Kooperation vorbereitet worden. In der Schulkonferenz der Gemeinschaftsgrundschule wurde mit einer Ablehnung und dem Rest Enthaltungen gestimmt. Ein Ergebnis, das man verstehen könne, führte Gotzen aus und verwies auf die zusätzliche Arbeit, die auf die Gerderather Schulleitung zukomme. In Schwanenberg hatte man sich einstimmig für die Zukunft als Teilstandort entschieden. Die Errichtung eines Grundschulverbundes führe zu einem effektiven Einsatz der Ressourcen und verbessere die pädagogischen Möglichkeiten an beiden Schulstandorten.

Die Anregung des Ausschussmitgliedes Ferdi Kehren, alle Grundschulen auf Verbundfähigkeit zu überprüfen und nicht im Notfall reagieren zu müssen, steuerte wieder auf das sozialdemokratische Dauerthema Schulentwicklungsplan zu. Gotzen betonte, dass ein Schulverbund nur dann auf der Tagesordnung lande, wenn es nötig sei. Darüber hinaus wies er erneut auf den kreisweiten Schulentwicklungsplan und die Tatsache hin, dass die kreisweite Planung im Kreis Heinsberg in Düsseldorf exemplarisch angeführt werde, um ein entsprechendes Landesgesetz vorzubereiten, das kreisweite Schulentwicklungspläne als bindend voraussetzen werde.

Der Schwanenberger Bezirksausschussvorsitzende Michael Tüffers (SPD) begrüßte die Maßnahme zum Erhalt des Schulstandortes ausdrücklich. Im Gegensatz zu den beiden bisherigen Verbundschulen gibt es jedoch Nachbesserungsbedarf, wenn die Evangelische Grundschule zum Beginn des zweiten Schulhalbjahres 2015/2016 Teil der Gerderather Gemeinschaftsgrundschule wird.

Denn bei der konfessionellen Schule muss ein evangelischer Lehrer in der Schulleitung vertreten sein. Darauf wird in absehbarer Zeit verzichtet, wozu sich beide Seiten bereiterklärten. Wenn die Stelle des stellvertretenden Schulleiters neu besetzt werden muss, soll gezielt nach evangelischen Anwärtern Ausschau gehalten werden. Der Ausschuss stimmte dem geplanten Schulverbund einstimmig zu.

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