Schutzdach für Burg: Stadt gibt Geld gegen Verwendungsnachweis

Von: Helmut Wichlatz
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Bekommt ein Dach: die Erkelenzer Burg. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz. Für die Errichtung des Schutzdaches auf der Burg erhalten die Freunde der Burg einen Zuschuss. Dafür stehen im Haushalt 65.000 Euro zur Verfügung. Die Gewährung der Mittel erfolgt gegen Verwendungsnachweis. Dies konnten die Mitglieder des Rates in ihrer jüngsten Sitzung einer kurzfristig ausgeteilten Tischvorlage entnehmen.

Obwohl das Engagement des Fördervereins durch die Bank weg Anerkennung und Lob fand, passierte die Gewährung des Zuschusses den Rat nicht ohne Diskussion.

Die Sozialdemokraten verwiesen auf einen Ratsbeschluss vom Juni 2014, nach dem die Errichtung des Daches keine Kosten für die Stadt verursachen sollte. Kritisiert wurde von Dieter Spalink und Ferdi Kehren auch, dass das Geld annähernd ausreichen würde, um die alte Forderung der Sozialdemokraten nach einem beitragsfreien letzten Kindergartenjahr umzusetzen. Die Bürgerpartei sehe noch immer keinen Sinn in dem Schutzdach, wie Karl-Heinz Frings betonte.

„Nicht im Regen stehen lassen“

Die Verwaltung argumentierte mit dem zügigen Voranschreiten der Arbeiten am Burgturm und der Notwendigkeit für den Förderverein, früher als geplant Rechnungen bezahlen zu müssen. Die Entscheidung sei nicht „ad hoc gefallen“, betonte er. Die Summe von 65.000 Euro sei im aktuellen Haushalt für dieses Thema vorgesehen. Darüber hinaus sei es ein Höchstbetrag, der nicht zum Tragen kommen müsse, wenn die Spendensammlung des Vereins mit Erfolg weitergeführt werde. Eine Auszahlung gebe es auch nur gegen Vorlage von Verwendungsnachweisen.

Die CDU verteidigte die Bereitstellung des Geldes und betonte, dass in den vergangenen 50 Jahren viel zu wenig für den Erhalt dieses Wahrzeichens der Stadt getan worden sei. „Wir können den Verein jetzt nicht im Regen stehen lassen“, erklärte Fraktionschef Rainer Merkens. Peter London von der CDU bezeichnete es als „perfide“, das Thema gegen ein soziales Thema aufwiegen zu wollen.

Für den Erhalt notwendig

Die Grünen sprachen sich für die Gewährung des Zuschusses aus und verwiesen auf die Bedeutung der Burg für Erkelenz. Der Vorsitzende des Fördervereins „Freunde der Burg”, Peter Fellmin, sitzt als Vertreter der Freien Wähler ebenfalls im Rat. Er betonte, dass die Diskussion ihm „Bauschmerzen“ bereite. Er verwies auf das hohe ehrenamtliche Engagement zum Erhalt dieses Wahrzeichens. Das Dach, um dessen Finanzierung gestritten wurde, sei als Schutzdach für den Erhalt des Turms notwendig. Darüber hinaus sei noch viel mehr Arbeit nötig, die der Verein auch weiterhin leiste.

Letztendlich stimmte der Rat bei zwölf Enthaltungen für die Bereitstellung des Geldes.

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