Schulentwicklungspreis: Betty-Reis-Gesamtschule wird ausgezeichnet

Von: Nicola Gottfroh
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Schüler und Lehrer der Betty-Reis-Gesamtschule sind stolz auf ihre Auszeichnung. Foto: Nicola Gottfroh

Wassenberg. Aller guten Dinge sind drei – die Betty-Reis-Gesamtschule hat diese Zahl jetzt allerdings auf vier erhöht. Immerhin hat die Schule nun zum vierten Mal den Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule“ der Unfallkasse NRW erhalten, der jüngst in Essen erst zum sechsten Mal verliehen wurde.

Vergeben wird der Preis an Schulen, denen es besonders gut gelungen ist, Gesundheitsförderung und Prävention in ihr Schulkonzept zu integrieren. Die Betty-Reis-Gesamtschule konnte in diesem Jahr gleich mit zwei besonderen Projekten punkten und satte 15.000 Euro Preisgeld einstreichen.

Gelobt wurde von der Jury zum einen das Projekt Jungenförderung. Denn weil Jungen inzwischen als Bildungsverlierer ausgemacht werden können – viele Jungen haben schlechtere Noten und niedrigere Abschlüsse als Mädchen – sollen sie an der Betty-Reis-Gesamtschule wie auch die Mädchen speziell nach Interessen und Talenten gefördert werden. „Zwei Drittel unserer Abiturienten sind inzwischen weiblich. Deshalb finden wir, dass schon in den unteren Jahrgängen etwas geschehen muss, um auch die Jungen wieder stärker zu fördern“, sagt Hauptverantwortliche Koordinatorin für Gesundheit und Prävention an der Gesamtschule, Maria Sieberg. Gefördert werden die Jungen in Ergänzungsstunden am Nachmittag, etwa beim Budo oder Werkunterricht. „Das macht den Jungen nicht nur Spaß, damit wird auch Selbstbewusstsein und Sozialkompetenz der Schüler gestärkt“, betont sie.

Beim Wettbewerb um den Schulentwicklungspreis beeindruckte die Schule aber insbesondere durch die Etablierung ihrer Lerncoaches. Das sind Schüler der Klassen 10 bis 13, die für jüngere Schüler „Patenschaften“ übernehmen und ihnen Lerntechniken beibringen. „Es handelt sich beim Lerncoaching nicht um eine Nachhilfe in einem bestimmten Fach. Vielmehr geht es darum, mit verschiedenen Methoden das Lernen selbst zu erlernen“, erklärt der didaktische Leiter der Schule Ludger Herrmann. „Ich weiß nicht, wer dabei mehr profitiert: die jüngeren, die eine individuelle Lernbegleitung erhalten, systematisch gestärkt werden und in dem älteren einen guten Freund finden oder die Älteren, die mit dieser Arbeit die eigenen Sozialkompetenzen stärken und ihre Persönlichkeit weiterentwickeln“, betont er.

Mit dem Preisgeld sollen nun weitere Projekte an der Schule angestoßen werden. Und vielleicht werden auch die prämiert...

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