Schützen-Theatergruppe: Lachmuskeln arg strapaziert

Von: Anna Petra Thomas
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Ende gut alles gut in der lustigen Komödie „Der Meisterboxer“ mit allen Akteuren auf der Bühne: Petra Claßen, Jürgen Houben, André Geffers, Sabine Heggen, Christoph Geiser, Gerd Geiser, Vera Mausberg, Simon Storms, Kerstin Baltes und Nadine Hörter-Timmermanns (v.l.). Foto: anna

Heinsberg-Kirchhoven. Textsicher über fast dreieinhalb Stunden, dazu wahre Talente in puncto Schauspiel und eine derart vertrackte Geschichte, dass die Lachmuskeln der Zuschauer arg strapaziert wurden: So lautet das Resümee zum neuen Stück „Der Meisterboxer“, an das sich die Theatergruppe der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft herangewagt hatte für zwei Aufführungen in der Kirchhovener Mehrzweckhalle.

Die älteren Gäste würden das Stück sicherlich noch aus dem Volkstheater Millowitsch mit Willy Millowitsch in der Hauptrolle kennen, erklärte Regisseurin Waltraud Philippen. Aber egal, ob man es schon kannte oder nicht – auch im Volkstheater Kirchhoven waren alle mit Begeisterung dabei, bis zum „Ende gut, alles gut“ einer jeden guten Komödie.

Garant Nummer eins für gute Stimmung bei der Aufführung war wie immer Gerd Geiser, der die Hauptrolle von Siepnaat-Fabrikant Friedrich Breitenbach verkörperte. Um sich von seiner Frau Adelheid (Kerstin Baltes) und deren Gesundheitskost wegzuschleichen, war er für sie in die Rolle des echten Meisterboxers gleichen Namens geschlüpft, um so auch ganz in Ruhe das ein oder andere Wochenende an der Mosel genießen zu können.

Das ging aber nur so lange gut, bis plötzlich der echte Meisterboxer Friedrich Breitenbach (André Geffers) zu einem Kampf nach Kirchhoven kommt. Dummerweise hat er sich dann im Zug auch noch in Falsch-Breitenbachs Tochter Lotte (Sabine Heggen) verliebt. Während der echte Breitenbach also die Lotte nach Hause bringt, hat der Schwindler alle Hände voll zu tun, seine Familie vom Besuch des Kampfes abzuhalten.

Allerdings ahnt er nicht, dass der Kampf gar nicht stattfindet, was seine Frau dagegen vom echten Breitenbach bereits erfahren hat. Dass er sich da in voller Boxermontur den Weg auf die Bühne bahnte, war da nicht nur für seine Frau auf der Bühne eine tolle Überraschung. Er war gerade dem Kampf mit dem echten Breitenbach unterlegen und hockte oben mit goldenem Lorbeerkranz ganz oben auf dem Kachelofen, als zu allem Übel auch noch sein Freund Tobias Wipperling (Jürgen Hohnen) mit großer Parade in Frack und mit Zylinder triumphierend den angeblich gewonnenen Pokal auf die Bühne brachte und in die Höhe reckte.

Nebenher lief noch die Verwechslungsgeschichte der Tänzerin Coletta Corolani (Vera Mausberg), die mit Falsch-Breitenbachs Sohn Fritz (Simon Storms) angebandelt hatte, dann jedoch auch bei den übrigen Frauen im Spiel für mächtig Verwirrung sorgt. Am Ende waren jedoch alle versöhnt und die Tänzerin hatte endlich zu ihrem richtigen Breitenbach, zu Sohn Fritz gefunden.

Das Stück lebte durch seine durchgängig eingebauten lokalen Bezüge. Da ging es ums geschlossene Freibad, um den örtlichen Bestatter oder um „Pueschele Hauptbahnhof“. Noch besser waren jedoch die Schauspieler in ihrer Situationskomik. Jede Menge Applaus ernteten sie dafür: Falsch-Breitenbachs Freund Hugo Hecht (Christoph Geiser), Dienstmädchen Rosa (Nadine Hörter-Timmermanns) und Wipperlings Frau Amalie (Petra Claßen). Weiter zur Theatergruppe gehörten neben Regisseurin Waltraud Philippen die Souffleuse Katja Ohligschläger und in der Maske Jaqueline Günther sowie als Bühnenbauer Peter Geiser, Alfred Nießen, René Timmermanns, Thomas Jopen und Christoph Heffels.

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