Schützen möchten an Tradition festhalten

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Wegberg. Zum fünften Mal hatte der Bezirksvorstand Wegberg die Schützenbruderschaften in der Pfarrei Sankt Martin zum Bruderschaftstag eingeladen – diesmal ins Pfarrheim Klinkum.

Bezirksbundesmeister Heinz Stypertz freute sich, dass der neue Bundesschützenmeister Emil Vogt zu Gast war.Vogt betonte, dass ihm in seinem neuen Amt an „enger Kommunikation mit der Basis“ gelegen sei, weil dies der einzige Weg sei, „Bodenerdung“ zu gewinnen. Er stellte die aktuellen Beschlüsse des Bundesvorstandes der Historischen Schützenbruderschaften in den Mittelpunkt und begründete, warum er sie für zeitgemäß und richtig halte.

Auch die Tatsache, dass den einzelnen Bruderschaften vor Ort ein großes Maß an Entscheidungsfreiheit übertragen worden sei, begrüßte er, weil die Ortsvorstände wegen ihrer Nähe zu den Mitgliedern am ehesten über „konkrete Einzelfälle“ entscheiden könnten.

Unverändert sei, dass die Historischen Deutschen Bruderschaften der Kirche verbunden sind, dass sie zu den christlichen Werten und Grundüberzeugungen stehen, diese glaubwürdig leben und sich auf ihrer Grundlage engagieren sollten.

„Glaube, Sitte, Heimat“ blieben ihre Inhalte, auch und gerade in einer sich veränderten Gesellschaft. „Bruderschaften“, so sagte er, „müssten Neuzugezogenen offen begegnen, Suchenden und Fragenden eine Heimat bieten, Menschen anderen Glaubens Respekt bezeugen, die Würde und Persönlichkeitsrechte eines jeden Menschen achten und gesellschaftlichen Veränderungen gerecht werden“. Er vertraue darauf, dass der „neue Orientierungsrahmen“ die Weichen richtig stelle und das christliche Profil der Bruderschaften schärfe.

Immer wieder machte er deutlich, dass – auch wegen des demografischen Faktors – in allen Bruderschaften das Hauptaugenmerk der Jungschützenarbeit gelten müsse. Es lohne sich, auf junge Menschen zuzugehen und sie mitzunehmen. „Sie wollen Werte leben und engagieren sich insbesondere dann, wenn es um Menschenwürde, Verständnis, Toleranz und Nächstenliebe gehe. Es gehe darum, für die Idee des Bruderschaftswesens immer wieder Menschen zu gewinnen. Dies gelinge aber nur dann, wenn man zukunftsfähige Inhalte aufgreife.

In der sich anschließenden sehr lebhaften Diskussion wurden von Bundesschützenmeister Emil Vogt und den anderen Mitgliedern „erprobte Beispiele“ aufgezeigt.

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