Schülerzeitungsprojekt gewinnt Sonderauszeichnung

Von: Monika Baltes
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Frech und mit neugieriger Nase ausgestattet: Das Redaktionsteam der Schülerzeitung Nasweis bringt Voraussetzungen mit. Foto: mb

Wegberg. „Naseweis“ – eine weise, also kundige Nase haben, eine Spürnase sein, seine Nase überall reinstecken, etwas riechen können: Die jungen Redakteure der Schülerzeitung „Naseweis“ der Erich-Kästner-Schule Wegberg wissen genau Bescheid, warum ihre Schülerzeitung so heißt. Sie haben sich – wie jede Woche am Mittwoch – zu ihrer Redaktionskonferenz getroffen.

Die zwölf Viertklässler Lena Ellerbrock, Emelie Dinges, Julia Gerards, Gailor Merbecks, Alexander Goertz Campbell, Jonas Lübben, Katrin Alef, Theresa Türpe, Simon Kraus, Celine Kruppa, Sophia Bennecke und Sophie Kuchenbecker überlegen mit Birgit Koch, die das Schülerzeitungsprojekt seit acht Jahren ehrenamtlich betreut, welche Themen für die nächste Ausgabe interessant sein könnten. Viermal im Jahr erscheint die Zeitung in einer Auflage von 200 Stück. Birgit Koch hat als Mutter an der Schule diese Tätigkeit übernommen und leitet auch jetzt – zwei Jahre nach Abschluss der Grundschulzeit ihres Sohnes - immer noch die Schülerzeitungsredaktion.

Ein Thema für die nächste Ausgabe steht schon fest: die Berlinfahrt. Die Naseweis-Redaktion hat sich an einem bundesweiten Wettbewerb der Schülerzeitungen beteiligt und einen Sonderpreis der Deutschen Unfallversicherung für den Artikel über die Verkehrssituation in der Echter Straße bekommen. Die Freude ist groß, denn die Naseweise dürfen den Preis am 6. Juni in Berlin im Bundesrat entgegennehmen.

Sponsoren gesucht

Einziger Wermutstropfen: Nur für zwei Schüler der Redaktion und einen erwachsenen Begleiter werden Fahrtkosten, Unterkunft und Verpflegung übernommen. Da verständlicherweise alle zwölf Redakteure mitfahren wollen, sind Sponsoren für die Berlinfahrt herzlich willkommen (Erich-Kästner-Schule Wegberg Konto 710 44 79 035 bei der Volksbank Erkelenz BLZ 312 612 82). Über die Reise und die Preisverleihung wird natürlich ausführlich zu berichten sein.

Reichlich Themen

Alle Redakteure sind über eine Bewerbung zu der Mitarbeit an der Schülerzeitung gekommen. „So um die zehn Kinder sollten es sein, zwölf ist die Obergrenze“, erklärt Koch, „in diesem Jahr konnten wir zum ersten Mal nicht alle Bewerbungen berücksichtigen.“

Themen gibt es an der großen Schule reichlich, „denn hier ist immer was los“, weiß Theresa – und „manchmal stoßen wir auch zufällig darauf“, ergänzt Celine. In Berichten über das eigene Haustier werden auch gleich Tipps zu Pflege und Erziehung eingebaut. Der Alltag der redaktionellen Arbeit macht auch vor Schülerzeitungen nicht Halt und deshalb gibt es auch Themen, die nicht so beliebt sind.

„Da müssen wir dann schon mal losen“, so Koch. „Wir haben uns die Mitarbeit selbst ausgesucht, dann müssen wir da durch.“ Die Naseweise haben das Prinzip richtig verstanden. Mit rund zehn Jahren muss man noch nicht genau wissen, was man werden will. Aber die Frage liegt nahe, ob denn jemand vorhat, vielleicht für die Medien zu arbeiten. „Oh nein, ich werde Kapitän der Polarstern – das ist ein Forschungs- und Versorgungsschiff“, empört sich Jonas über die Frage, Sophie will zuerst Ärztin werden, „aber vielleicht später mal Bücher schreiben“. Naseweise, wie sie sein sollten.

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