Schüleraustausch: Polnische Freunde sind zu Gast

Von: Anna Petra Thomas
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Informativ und interessant: Dr. Ludger Herrmann berichtete den Gastschülern am Gedenkstein für Betty Reis die Geschichte der Namensgeberin für die Gesamtschule. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg. Im Rahmen der seit 2011 bestehenden Partnerschaft mit einem Gymnasium in asziska Górne in Polen waren für sechs Tage zwölf polnische Schüler, begleitet von ihren Lehrerinnen Zofia Kozyra und Jolanta Chrost, in der Betty-Reis-Gesamtschule in Wassenberg und in zwölf Gastfamilien zu Besuch.

Die deutschen Gastgeber-Schüler waren bereits Anfang Mai zu ihren neuen polnischen Freunden gereist. Dr. Ludger Herrmann, didaktischer Leiter der Schule, begrüßte die Schüler zu Beginn ihres Besuchs im Foyer der Schule. Hier wies er die Gäste auf den Gedenkstein für Betty Reis als der Namensgeberin der Schule hin.

„Sie gibt unserer Schule noch vor dem Europagedanken die Grundlage, auf der unsere historisch-politische Bildung steht“, erklärte Herrmann. „Wir dürfen nicht aufhören, uns mit der Geschichte zu beschäftigen.“ Dazu würde auch ein solcher Austausch gehören, um in eben diesem weiter am Geschichtsbild zu arbeiten, „auch mit dem Blick unserer Generation“, führte er weiter aus.

Köln und Aachen

In einem „fröhlichen Europa ein vereinigendes Miteinander zu pflegen“, wünschte er sich von allen am Austausch Beteiligten, bisher 33 Schüler der Wassenberger Gesamtschule mit ihren Familien.

Die Frage nach dem Zustandekommen des Austauschs mit der polnischen Schule erläuterte Lehrerin Zofia Kozyra. Sie habe sich ans deutsch-polnische Jugendwerk gewandt, erklärte sie, und so den Kontakt zur Schule knüpfen können. In einem ersten Telefonat mit dem damaligen Schulleiter Heinrich Spiegel habe dieser einen Austausch, wie er jetzt vom deutsch-polnischen Jugendwerk gefördert wird, sofort befürwortet.

Die polnische Partnerschule hat nur 270 Schüler. Deutsch werde an der Schule mit zwei Stunden pro Woche unterrichtet. Früher habe es auch in den Grundschulen bereits Deutschunterricht gegeben.

Nach dem ersten Tag in den Gastfamilien standen für die Schüler am zweiten Tag ein Empfang bei Bürgermeister Manfred Winkens und eine Führung durch Wassenberg mit dem Heimatvereinsvorsitzenden Sepp Becker auf dem Programm.

Am dritten Tag ging es nach Köln, am vierten nach Aachen. An den beiden letzten Tagen nahmen die Schüler am Unterricht in der Schule teil.

Gemeinsamer Abend

Ein gemeinsamer Abend rundete das Programm ab. Betreut wurden die Schüler auf deutscher Seite von Lehrerin Beate Schirrmeister-Heinen und Referendar Reinhold Röhlen.

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