Schüleraustausch: „Aus Fremden sind Freunde geworden“

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Gäste aus Frankreich: Schülerinnen und Schüler aus Fougères und Saint-Georges-de-Reintembault besuchten Wassenberg.

Wassenberg. Als Europaschule pflegt die Betty-Reis-Gesamtschule mit verschiedenen Ländern und Städten einen Schüleraustausch. Der Austausch mit Frankreich, entstanden im Zuge der Städtepartnerschaft, besteht am längsten und wird in jedem Jahr von den Französisch-Kursen des 8. Jahrgangs veranstaltet.

In diesem Jahr kamen die französischen Schülerinnen und Schüler aus Fougères und Saint-Georges-de-Reintembault zuerst nach Wassenberg.

„Wir kannten unsere Gastschüler schon aus Briefen und aus verschiedenen Chats“, erklärt Jenny Graffam. Dennoch sei die Spannung schon groß gewesen, ihnen nach der Ankunft „richtig“ zu begegnen und sie mit in das eigene Zuhause zu nehmen. In den Folgetagen absolvierten die französischen Gäste ein volles Besuchsprogramm.

So folgte einer Wassenberg-Führung mit Empfang beim Bürgermeister die Teilnahme am Unterricht des 8. Jahrgangs, dann ging es gemeinsam mit den Gastgebern in nahegelegene Städte. Nach einer Stadt- und Domführung in Köln und einer Stadtrallye in Aachen blieb noch jeweils Zeit für Freizeit und eigene Erkundungen in gemischt deutsch-französischen Gruppen.

Während Evelyn Nevolin einräumt, dass es bei den Mädchen ganz klar um „Shopping“ und „Souvenirs“ gegangen sei, blickt Jonas Müller auf eine besondere Aktion zurück. „Mit Baptiste, meinem Gastschüler, bin ich die 533 Treppen zur Domspitze emporgestiegen. Dort hatten wir bei strahlendem Sonnenschein einen fantastischen Blick über die ganze Stadt.“

Auch ging es zu einer Besichtigung zum Braunkohletagebau Garzweiler II.

Zu einem Höhepunkt wurde am letzten Tag die Teilnahme am Schulfest. Angeleitet von ihren Lehrern, luden die Gäste zu bretonischen Tänzen ein und animierten dabei das Publikum charmant zum Mitmachen.

Deutsche und Franzosen in Gruppen- und Paartänzen vereint, ein Bild, das das Motto des Schulfestes – World-Wide-Wassenberg – eindrucksvoll widerspiegelte. Nicht zuletzt deshalb blicken Resi Seidl und Isabelle Wintrich, die als Französisch-Lehrerinnen der Schule seit vielen Jahren den Austausch organisieren, auf eine gelungene Woche zurück. In diesem Jahr sei das Klima zwischen allen Beteiligten herausragend gut gewesen, erklären sie.

Aus Schülersicht kann Loretta Gashi das nur bestätigen. „Die anfänglichen Sprechhemmungen haben wir schnell abgebaut. Aus Fremden sind Freunde geworden.“

Gut, dass die 47 Wassenberger nicht lange auf den Gegenbesuch und ein Wiedersehen warten müssen: Im Juni geht es nach Frankreich.

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