Schüler erläutern Luther und die Nachwirkungen der Reformation

Von: anna
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Bei Christiana Ferreira (l.) konnten sich die Schüler über die Amish People und ihre Verbindung zu Luther informieren. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Passend zum Luther-Jahr hat sich die Stufe Q1 in der Oberstufe des Heinsberger Kreisgymnasiums in unterschiedlichen Workshops mit der Thematik „500 Jahre Thesenanschlag – Nachwirkungen der Reformation“ befasst.

Bevor jeder Schüler zwei der insgesamt sieben zur Wahl stehenden Workshops absolvierte, führten die beiden Schülerinnen Hilla Ostwald und Sonja von Berg in die von den Lehrern Benedikt Kleinlosen, Eva Cockx und Dustin Hoffmann vorbereitete Thematik ein.

Martin Luther sei der Erste in seiner Zeit gewesen, der die Kirche als mächtigste Institution kritisiert habe, obwohl er sich Sorgen um Bestrafungen hätte machen müssen, erklärte Hilla Ostwald. Sonja von Berg würdigte Luthers Leistungen mit der Übersetzung der Bibel, die auch Auswirkungen auf die deutsche Kultur gehabt habe. „Luther stieß ein Tor zu einer neuen Ordnung, neuen Ideen und Gedanken auf, die unser theologisches, historisches, mentales und politisches Wissen reformierte“, so das Resümee von Hilla Ostwald. Luthers Wunsch nach Veränderung habe nicht nur eine langfristige Wirkung auf Sprache, Kultur, Gesellschaft und Bildungswesen gehabt, sondern vor allem eine tolerante Haltung vorangetrieben. „Wir leben jeden Tag mit diesen Auswirkungen Luthers. Nur wissen wir nicht, dass wir einen großen Teil unserer Kultur Luther zu verdanken haben“, betonte sie. „Dass die Protestanten und Katholiken heute friedlich zusammenleben, ist ein Vorbild für andere Länder, Religionen und Gesellschaften.“

„Niemand kann sagen, dass er mit Martin Luther nichts zu tun hat, auch wenn er nicht gläubig ist, was Ihr heute in den verschiedenen Bausteinen sehen werdet“, leitete Sonja von Berg in die eigentliche Arbeit des Tages über. Schwerpunkte der Workshops waren die evangelische Predigt, die unterschiedlichen Verständnisse von Eucharistie oder der Einfluss Martin Luthers auf die deutsche Sprache. Beleuchtet wurden die Reformation als Chance für die Frau, Katholiken, Lutheraner und Reformierte in Aachen, die Friedensthematik oder die „Amish People“ als „reformatorisches Nachbeben in der neuen Welt“.

Unterstützt wurden die Lehrer des Kreisgymnasiums in der Leitung der Workshops für die rund 130 Schüler durch Dr. Thomas Kirchner und Hochschulpfarrer Christoph Simonsen von der RWTH Aachen sowie durch Pfarrerin Friederike Lambrich. Ihre Ergebnisse stellten die Schüler zum Abschluss des Tages im Lichthof der Schule aus.

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