Schüler engagieren sich für Flüchtlinge

Von: Daniel Gerhards
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Konzentriert bei der Sache: Schüler der Betty-Reis-Schule bemalten Betonhochbeete am Wohnheim am Ossenbrucher Weg. Foto: Gerhards

Wassenberg. 26 Schüler der Betty-Reis-Gesamtschule haben sich in einem Projekt für Flüchtlinge, die im Übergangswohnheim am Ossenbrucher Weg leben, engagiert. Dabei bemalten die Mädchen und Jungen aus der sechsten Klasse Betonhochbeete, führten ein Theaterstück auf und brachten Spielzeug mit, das sie den Flüchtlingskindern schenkten.

Entstanden war die Idee zu dem Projekte, das in Kooperation mit dem Flüchtlingsnetzwerk Wassenberg stattfand, im Gesellschaftslehreunterricht an der Schule. „Wir haben uns mit dem Thema Flucht beschäftigt. Dabei hat sich dann auch die Frage gestellt, was wir selber tun können“, sagte Lehrerin Claudia Taube. Mit ihrem Kollegen Lars Reitze und Kunstlehrerin Rufina Kreibach entstand die Idee, die Betonhochbeete auf dem Gelände des Wohnheims am Ossenbrucher Weg zu bemalen. So könne man mit wenigen Mitteln etwas Nachhaltiges schaffen, sagte Taube.

Der Hochbeetgarten war vom Flüchtlingsnetzwerk Wassenberg angelegt worden, das dabei wiederum finanziell vom Rotary Club Heinsberg unterstützt wurde.

Besonders engagiert bei der Vorbereitung des Besuchs im Übergangswohnheim sei eine Gruppe von Mädchen aus der sechsten Klasse gewesen, sagte Taube. Sie studierte ein Puppentheaterstück ein, das sie für die Flüchtlingskinder aufführte. „Am Anfang haben nur wenige Kinder zugeguckt. Aber dann kamen immer mehr dazu“, sagte Schülerin Jill Jansen, zwölf Jahre. Im Anschluss sprachen die Schülerinnen mit den Flüchtlingen über deren Geschichten und Heimatländer. Es gab Kekse und Kuchen – und es wurden Fotos aus der Heimat gezeigt.

Einige Schülerinnen und Schüler nahmen sich dann noch die Zeit, die mitgebrachten Spielzeuge gleich mit den Kindern auszuprobieren. „Die Kinder haben uns direkt vertraut“, sagte Schülerin Maya Bolz, elf Jahre, auch wenn die Verständigung etwas schwierig gewesen sei. Aber irgendwie verstehe man sich dann doch, auch wenn man nicht die gleiche Sprache spricht.

In Kontakt kommen

Solche Gespräche waren wichtig, weil die Aktion auch dazu diente, dass die Kindern mit den Flüchtlingen in Kontakt kommen und deren Lebensumstände kennenlernen sollten.

Derweil verpassten einige Schüler den nun bunt bemalten Hochbeeten im Freien noch einen Schutzanstrich. Denn ansonsten hätte der Regen die Motive – zum Beispiel Blumen, Tiere und Kinder – gleich wieder davongespült.

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