Schnelle Lösung für Verkehrsführung rund um Tagebau

Von: hewi
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Hier soll es in rechter Richtung künftig nach Kückhoven gehen: die Einmündung L354/K30 kurz vor Kaulhausen. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz. Beim Neujahrsempfang hatte Bürgermeister Peter Jansen schon ein positives Resümee der bisherigen Verhandlungen mit dem Tagebaubetreiber RWE Power gezogen. Im Dezember hatte es im Rathaus ein Gespräch mit RWE und dem Landesbetrieb Straßen NRW gegeben.

Dabei hatte die Stadt laut Jansen noch einmal verdeutlicht, dass es eine schnellere als die bislang im Rahmen des Verfahrens vorgesehene Lösung für die Verkehrsführung rund um den Tagebau geben müsse. Denn 2017/18 wird die nach Süden führende Autobahnverbindung der A61 zwischen Jackerath und Wanlo tagebaubedingt unterbrochen.

Verlängerung als Ortsumgehung?

„Wenn dort die A61 wegfällt, sucht sich der Verkehr andere Wege“, betonte Jansen. Darauf müsse man frühzeitig reagieren können. Bislang sei „scheibchenweise“ geplant worden, erklärt Jansen auf Nachfrage. Nun habe RWE in einem Schreiben erklärt, „unabhängig vom Tagebaufortschritt einen Ringschluss zwischen der L354 bei Kaulhausen und der L19 bei Kückhoven zügig anzugehen”.

Darüber hinaus könne man sich seitens des Unternehmens als Ersatz für die wegfallende Kreisstraße 19 eine Verlängerung der K30 als Ortsumgehung für Kaulhausen vorstellen. Damit wäre den Bürgern dort sehr geholfen, denn schon häufiger war die Verkehrssituation in Kaulhausen Thema beim zuständigen Bezirksausschuss.

Dem sollten sich Kreis und Landesplaner nicht verschließen können, sagt Jansen. Das Thema werde nicht „in fünf oder acht Jahren“ angegangen, betont er. In diesem Jahr werde mit den ersten Planungen begonnen und dann ins Verfahren eingestiegen.

Eile ist auch geboten, denn wenn der Tagebau erst einmal im kommenden Jahr die A61 erreicht, sei er „schnell in Immerath“. Für Holzweiler würde dies den Verlust des nahen Anschlusses an die Autobahn bedeuten. Laut Leitentscheidung soll die L19 bestehen bleiben und später als Ringstraße um den Tagebau führen.

So zeigt sich Jansen derzeit mit Bezug auf Umsiedlung und Leitentscheidung zufrieden mit dem Stand der Dinge. Das Energieunternehmen zeige sich einsichtig und kooperativ. „Wir haben viel erreicht“, erklärte er nicht nur beim Neujahrsempfang.

Warnend äußerte sich hingegen Jansen Parteifreund, der Landtagsabgeordnete Dr. Gerd Hachen (CDU), beim Dreikönigstreffen der Erkelenzer CDU. Er mahnte, dass man bei den Verhandlungen mit RWE „noch lange nicht an Schmitz Backes vorbei“ sei. Das Unternehmen habe teilweise Positionen eingenommen, die an „die Steinzeit des Tagebaus“ erinnerten. Daher sei es gerade jetzt wichtig, auch auf der politischen Landesebene auf klare Fakten zu pochen.

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