Heinsberg - Schmucker Neubau statt Container: neuer Sitz der Elteba

Schmucker Neubau statt Container: neuer Sitz der Elteba

Von: Anna Petra Thomas
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So soll er aussehen, der neue Unternehmenssitz der Elteba im Industrie-und Gewerbegebiet Dremmen. Grafik: Elteba
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Guido Randerath, Wolfgang Dieder, Albert Jansen und Christoph Speis (von links) bei der symbolischen Grundsteinlegung. Foto: anna

Heinsberg. Mit einer offiziellen Grundsteinlegung hat die Elteba GmbH & Co. KG den ersten Schritt zur Verlagerung ihres Unternehmensstandorts von der Richard-Wagner-Straße in Oberbruch an die Gladbacher Straße im Industrie- und Gewerbegebiet Dremmen getan. Bis Anfang Februar 2014 soll hier ein neuer Gebäudekomplex für Verwaltung, Produktion und Lager des Unternehmens entstehen.

Christoph Speis, einer der beiden Geschäftsführenden Gesellschafter von Elteba, gab auch eine aktuelle Ausgabe der Heinsberger Zeitung in die Edelstahlhülse, die in den Grundstein des Gebäudes eingemauert wird. Neben Bürgermeister Wolfgang Dieder und Wirtschaftsförderer Bert Dohmen begrüßte er mit seinem Großvater Albert Jansen auch einen der beiden Firmengründer zu dem kleinen Festakt auf der Baustelle.

Sein Kollege in der Geschäftsführung, Guido Randerath, dessen Vater Horst der zweite Unternehmensgründer war, ließ die Unternehmensgeschichte noch einmal Revue passieren. Vor 44 Jahren, im Jahre 1969, hätten sich zwei Handwerksunternehmen zusammengeschlossen, um für die Glanzstoff-Werke zu arbeiten, als Dienstleister für Industriemontagen.

Das Sprungbrett Richtung Automatisierungstechnik sei im Bereich Kläranlagen gelungen, erklärte Randerath. Heute gilt Elteba als Spezialist für die Automatisierung von Sondermaschinen, die in unzähligen Produktionsbereichen im Einsatz sind, von A wie Automobil- bis Z wie Zuckerindustrie. Das Unternehmen bietet dabei unter dem Motto „Alles aus einer Hand“ einen umfassenden Service von der Planung bis zur Inbetriebnahme. Es beschäftigt derzeit 87 Mitarbeiter, von denen zwölf Auszubildende sind.

Mittlerweile sei der vorhandene Standort in Oberbruch aber einfach zu klein geworden, so Randerath weiter. Mitarbeiter hätten ihren Arbeitsplatz in Containern. „Moderne Arbeitsabläufe sind kaum realisierbar.“ Hinzu käme die Hitzeentwicklung in dem in die Jahre gekommenen Gebäude. Auch Besprechungsräume würden fehlen.

Die Entscheidung zur Verlagerung sei bereits 2007 gefallen. Zunächst habe man versucht, ein passendes Objekt zu kaufen, was nicht gelungen sei. Die Wirtschaftskrise habe die Pläne dann 2009 zunächst auf Eis gelegt. Ein Jahr später habe man begonnen, gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Dohmen nach einem passenden Grundstück zu suchen und 2011 mit den Planungen begonnen. „Nicht protzig, aber pfiffig sollte es sein“, so Randerath. Weitere Zeit sei dann mit der „Baupreisoptimierung“ ins Land gegangen, bevor der Auftrag an das Hochbau-Unternehmen Goldbeck mit Sitz in Bielefeld vergeben worden sei. Zur Investitionssumme wollten sich die beiden Geschäftsführer nicht äußern.

Der neue Firmensitz wird rund 2000 Quadratmeter Bürofläche auf drei Ebenen sowie weitere rund 2400 Quadratmeter für Produktion und Logistik auf zwei Ebenen haben. In seinem Inneren soll das Gebäude dank vieler Glasflächen vor allem viel Licht und damit Transparenz bieten, erklärte Speis. So könne der Kunde künftig schon aus dem Besucherbereich einen Blick in die Fertigung werfen und zusehen, wie sein Produkt gefertigt wird.

Auf allen Ebenen solle es Treffpunkte für die Mitarbeiter geben und vor allem viel Raum für Kreativität. „Wer sich wohlfühlt, ist kreativ und produktiv“, sagte Speis. Die Einrichtung werde ein flexibles Arbeiten für Teams und für Einzelkämpfer ermöglichen, versprach er. „Durch attraktive Arbeitsplätze wollen wir die Mitarbeiter binden und zugleich für neue werben.“ Speis verhehlte nicht, dass es auch seinem Unternehmen vor allem an erfahrenen Ingenieuren fehlt.

Dass die Planung so lange Zeit in Anspruch genommen habe, sei kein Manko, eher im Gegenteil, erklärte der Bürgermeister in seiner kurzen Ansprache. Sie sei ein Zeichen für einen sorgfältigen Aufbau und die Basis für ein erfolgreiches Projekt. Die Anwesenheit von Firmengründer Albert Jansen bei der Grundsteinlegung zeige, dass im Unternehmen die Tradition hochgehalten werde, dass man auch bei Elteba aus der Vergangenheit lerne und damit in die Zukunft blicke. „Hier mache ich mir keine Sorgen um die Zukunft“, beglückwünschte er die beiden Geschäftsführenden Gesellschafter zu ihrer Entscheidung, in Dremmen ihren neuen Firmensitz zu bauen.

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