Schlosshof-Serenade mit ein wenig sächsischem Humor

Von: ulla
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Schloss Rurich bot eine wunderbare Kulisse für das con-brio-Konzert. Foto: Koenigs

Hückelhoven. In bester Erinnerung war noch das Konzert im Innenhof von Schloss Rurich vor zehn Jahren mit Bläsern des Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchesters. Diesmal gestaltete auf Einladung von „con brio“, den Freunden der Kammermusik, das „Bläserquintett Philharmonic Brass, Dresden“ eine „Schlosshof-Serenade“ vor mehr als 200 begeisterten Zuhörern.

 Der Vorsitzende Rudolf Lengersdorf dankte in seiner Begrüßung der gräflichen Familie für ihre Gastfreundschaft und hoffte bei drohenden Wolken auf ein Einsehen des Wettergottes.

Mit sächsischem Humor führte Matthias Schmutzler, Trompeter und Leiter des Quintetts, durch vier Jahrhunderte Musikgeschichte mit den Werken bedeutender Komponisten wie Henry Purcell, Georg-Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Carl Maria von Weber (zu dessen Jägerchor aus dem Freischütz das Outfit des Grafen passte), Johannes Brahms, Ludwig van Beethoven, Isaac Albeniz und Claude Debussy. Tra-ditionals aus Mexiko und Amerika ergänzten den musikalischen Blumen-strauß aus meist sehr bekannten Stücken.

Mit Matthias Schmutzler musizierten Peter Roth (Trompete), Edgar Manyak (Posaune), Robert Langbein (Horn) und Jens-Peter Erbe (Tuba). Sie waren allesamt Meister ihrer Instrumente, vielfach mit Preisen ausgezeichnet und Mitglieder bedeutender Ensembles. Ohne die Leistungen seiner Kollegen schmälern zu wollen, glänzte vor allem Peter Roth als Solo-Trompeter bei „Amazing grace“, dem ergreifenden Lied über Gottes Gnade und Barm-herzigkeit.

Nach Beethovens „Freude, schöner Götterfunken“ vor der Pause kam der große Platzregen, der allerdings der gelösten Stimmung keinen Abbruch tat: Die Zuhörer zogen sich mit einem Gläschen Sekt unter große Sonnenschirme und Regenschirme zurück. Im zweiten Teil schien bei Johannes Brahms’ „Ungari-scher Tanz Nr. 5“ wieder die Sonne, und das Programm nahm seinen fröhli-chen und vom Wetter ungestörten Verlauf.

Mit Standing Ovations am Ende des Konzertes bedankten sich die Zuhörer für die großartige musikalische Leistung der „Philharmonic Brass“, die zum Beifall auch noch statt der üblichen Blumen Wein überreicht bekamen. Das Quintett bedankte sich seinerseits beim Publikum mit zwei Zugaben: Mit „That’s A Plenty“ von Lew Pollack und dem gemütvollen „Der Mond ist aufge-gangen“ von Johannes Brahms. Im schönen Ambiente von Schloss Rurich war dies sicherlich nicht das letzte Konzert.

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