Hückelhoven - Schauspieltruppe von Akteuren mit und ohne Handicap feiert Premiere

Schauspieltruppe von Akteuren mit und ohne Handicap feiert Premiere

Von: Helmut Wichlatz
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Hückelhoven. Die Irrungen und Wirrungen um Liebe, Leid und unverheiratete Töchter in der Pension Köberle standen beim Theater im Jugendheim St. Lamberts auf dem Programm. Gespielt wurde die Komödie „Töchter zu verschenken“ von Heidi Mager, an dem die Schauspieltruppe, die aus Akteuren mit und ohne Handicap besteht, seit Januar geprobt hatte.

Wie gewohnt hatte die Truppe um Regisseurin Ulrike Niehsen wieder ein Stück mit reichlich Schenkelklopfern und rasanter Handlung auf die Beine gestellt. Dabei ging es um den Pensionswirt Leo Köberle (Georg Schmitz), der seine liebe Mühe hat, weil alle drei Töchter noch oder wieder bei ihm wohnen – und das sehr zu seinem Leidwesen. Denn er würe sie natürlich gerne allesamt unter der Haube sehen.

Doch eine hat ein uneheliches Kind, eine zweite lebt gerade in Scheidung von ihrem italienischen Gigolo und die dritte Tochter (Sonja Lambertz) hat ein eher zänkisches Naturell. Dazu noch die schwerhörige Oma (Catharina Hoek) und eine Gattin, die an nichts ein gutes Haar lässt (Anne Wender) – und schon ist Köberles Alptraumwelt perfekt. Da liegt natürlich nichts näher, als die drei Töchter möglichst schnell unter die Haube zu bringen.

Der trottelige Vertreter

Wenn es sein muss, auch an den etwas trotteligen Staubsaugervertreter Eduard Schmalzer (Torsten Schmitz), der von der Damenwelt leider nur allzu oft völlig übersehen wird. Zu allem Überfluss wuselt auch noch die Magd Billa (Sieglinde Schulz) überall herum, die mit ihrer erschreckenden Ehrlichkeit manchen Lacher provoziert. Am Ende wird der Noch-Schwiegersohn Salvatore (Uwe Zahren) zum Neu-Schwiegersohn, der sich auch noch als Vater von Helgas (Elke Esser) Kind entpuppt.

Am Ende ist Köberle die eine oder andere Tochter doch losgeworden, wobei Tochter Mary (Brigitte Esser) sogar den Fernsehstar Hansi Hinterler (Arnold Schweden) abbekommt. Der war eigentlich wegen Mutter Lydia da, die einen Tag mit dem Star im Preisausschreiben gewonnen hatte. Auf dem Weg zum Happy-End muss sich Köberle aber auch gegen Bürgermeister Gustav Laber (Andreas Becker) und seinen einfältigen Sohn Anton (Luca Esser) erwehren, die Interesse an Köberles Töchtern zeigen, als das Gerücht vom Lottogewinn die Runde macht.

Da schaltet sich auch Postbote Ernst Wacker (Fredi Niehsen) ein und hofft auf die Gunst der Stunde und einen Batzen vom Lottogewinn. Gespickt war die Inszenierung mit reichlich Humor, zum Beispiel, als Köberle gemeinsam mit dem Noch-Schwiegersohn Salvatore dem Staubsaugervertreter den korrekten Umgang mit Frauen beibringen will, wofür er selbst in die weibliche Rolle schlüpft und deshalb vom Bürgermeister als Transvestit denunziert wird. Dass Gigolo Salvatore von seiner Noch-Gattin erwischt wird, wie er aus Demonstrationszwecken den armen Staubsaugervertreter umgarnt, macht das Wirrwarr nicht leichter.

Das zufriedene Publikum

Geprobt hatte die Truppe für ihr mittlerweile 15. Stück seit Januar. Das Bühnenbild wurde ebenso in Eigenleistung von den Mitgliedern erstellt wie die Kostüme und das Makeup. Der Saal im St. Lambertus war gut gefüllt, denn die Aufführungen des Lambertus-Theaters versprechen stets Unterhaltung. Und das spricht sich eben herum.

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