Schafhausener Karnevalsverein freut sich über Prinz Heinz II.

Von: Anna Petra Thomas
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Präsident Christian Schreinemachers freute sich, mit Heinz Lowis ein Gründungsmitglied des Schafhausener Karnevalsvereins zum zweiten Mal als Prinz des Vereins proklamieren zu dürfen. Begleitet wird Prinz Heinz II. von seiner Frau, Prinzessin Annemie. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Schafhausen. Bei der Proklamation von Prinz Heinz II. und Prinzessin Annemie (Ehepaar Lowis) zu Beginn der Proklamationssitzung des Schafhausener Karnevalsvereins (SKV) blickte Präsident Christian Schreinemachers noch einmal zurück zur Prinzenpirsch zu Beginn der Session.

Die berühmten elf Minuten nach elf Uhr waren damals schon verstrichen, und die Gesellschaft hatte keinen Prinzen. Doch nur wenige Minuten später entschied sich Heinz Lowis spontan, nach zwölf Jahren seinen Verein noch einmal als Prinz zu repräsentieren. „Und wenn man sieht, mit welcher Begeisterung ihr dabei seid, dann seid ihr bestimmt keine Notlösung. Ihr seid mit dem Herzen dabei!“, bescheinigte Schreinemachers dem Prinzenpaar.

Vor zwölf Wochen habe er das noch nicht gewusst, erklärte der Prinz, aber „et es wie et es, un et kütt wie et kütt!“ Er habe sich als Gründungsmitglied in der Pflicht gesehen. „Ohne Prinz geht es einfach nicht!“ befand er, dankte seiner Frau fürs Mittun und erntete dafür viel Beifall in der voll besetzten Halle. Nachdem das Prinzenpaar seinen Platz inmitten des Elferrats auf der Bühne gefunden hatte, hielten das Trommler- und Pfeifercorps und der Bläserchor St. Donatus, der auch als Sitzungskapelle fungierte, die Stimmung hoch.

Der Prinz zieht den Hut

Tänzerisch eröffnete die Minigarde das Programm. Sie zeigte sich ebenso sicher in ihrer Choreographie und zeigte perfekte Figuren wie später auch die „Großen“ in der Prinzengarde sowie die beiden Tanzmariechen Johanna Wölfer und Ilona Roos.

Stadtprinz Holger I., der mit seiner Prinzession Claudia und großem Hofstaat von der KG Ongerbröker Kohmule in „Schoppese“ seine Aufwartung machte, war so begeistert vom Publikum, dass er vor ihm im wahrsten Sinne des Wortes den Hut zog.

Mit Witzen und Wortspielen und seiner Geige, auf der er gar nicht spielte, überzeugte der aus Belgien angereiste „Tulpenheini“. Er berichtete, dass Eltern früher vier Kinder gehabt hätten, heute dagegen die Kinder vier Eltern oder von der misstrauischen Schwiegermutter, deren Augen sich gegenseitig beobachten. Als zweite Rednerin des Abends stand ihm Putzfrau „Achnes Kasulke“ in nichts nach, nicht nur mit ihrem eingedeutschten Englisch, sondern auch mit ihren ganz aktuellen Beobachtungen, etwa von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in Schie(ß)sser-Unterwäsche.

Nach dem Abschied von der Showtanz-Gruppe Graffity hat sich eine neue, junge Gruppe namens Paletty gegründet, die sich als „Zwerge“ des Vereins mit ihrem Schneewittchen in die Herzen der Zuschauer tanzten. Noch mehr Vielfalt ins Programm brachten die tanzenden Puppen von „Dolls Company“ und „Die Kalauer“ mit ihrer Gesangsshow. Vollends begeistert waren die Schafhausener, als Gotti Kallenberg in der Zugabe so richtig aufdrehte und ein kölsches Karnevalslied mit der Stimme von Joe Cocker sang.

Im Rahmen des Empfangs der Gastvereine auf der Bühne erhielten Prinz Heinz II. und Elferratsmitglied Jens Schmitz das Ehrenzeichen des Komitee Heinsberger Karneval.

Vor dem Finale mit dem Duo „Op Kölsch“ durfte dann natürlich die Playbackshow der „Uniongeister“ nicht fehlen. Sie brachten ihre Celine Dion mit ihrem Filmhit „My Heart will go on“ gleich in einer großen, rollenden Titanic bis zur Bühne.

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