Sanierungsarbeiten am Haus Spiess dauern länger

Von: hewi
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Eingerüstet: Das Haus Spiess am Franziskanerplatz in Erkelenz wird derzeit saniert. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Die Dacherneuerung am Haus Spiess wird länger dauern als angenommen. Denn zum Dach kommen nun auch die Innendecken, die saniert werden müssen. Schon der neue Dachstuhl stellt eine Herausforderung dar.

Denn als Denkmalschutzbehörde hat auch das Rheinische Amt für Denkmalpflege ein Wort mitzureden. Was erhalten werden kann, soll erhalten werden. Dementsprechend dauern die Arbeiten länger. Aufgrund von starkem Regen müssen auch die Innendecken nach einem Wasserschaden saniert werden. Daher werden die Arbeiten länger dauern als bislang angesetzt.

128.000 Euro bereitgestellt

Neben dem Dach und den Innendecken steht auch die Fassade auf der To-do-Liste. Insgesamt hat die Stadt für die Maßnahmen 128.000 Euro im laufenden Haushalt bereitgestellt.

Haus Spiess wurde 1806 im sogenannten Couvenstil erbaut, der für den Aachener Raum typisch war. Das Gebäude, das nach seinem Erbauer Hermann Joseph Spiess benannt ist, trägt klassizistische und spätbarocke Züge. Spiess hatte in der Leibwache des französischen Königs Ludwig XVI. gedient und kam nach der Eroberung durch die napoleonischen Truppen nach Erkelenz, wo er als Domänenverwalter für die Kantone Erkelenz und Odenkirchen wirkte.

Seit 1978 ist das Gebäude in städtischem Besitz. Es beherbergt neben einigen Ratsfraktionen auch das Standesamt. Regelmäßig finden dort auch die Ausstellungen des Heimatvereins und der städtischen Kultur GmbH statt.

Da die Bauzeit, die ursprünglich bis Ende August angesetzt war, sich verlängert und das erste Obergeschoss nicht genutzt werden kann, zieht das „Grusel“-Schreibseminar der städtischen Ferienspiele (14. bis 18. August) in die Erkelenzer Burg um.

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