Sänger und Klarinettisten überzeugen in St. Leonhard

Von: koe
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Eindrucksvoller Gesang: Der Kammerchor Altodijo überzeugt bei seinem Konzert in Hilfarth. Foto: Koenigs

Hückelhoven-Hilfarth. Der Kammerchor Altodijo hat ein gemeinsames Konzert mit dem renommierten Ensemble Clarinet Choir Schinveld in der St.-Leonhard-Kirche gespielt. Beide Ensembles boten im Wechsel ein umfangreiches, aber zu keiner Zeit langatmiges Programm aus unterschiedlichen Stilrichtungen

Unter der Leitung von Gerrit Hols, der die Bearbeitung der Werke für das Klarinettenorchester selber vornimmt, zeigte der Clarinet Choir sein Können. Durch seine besondere Besetzung, die ausschließlich aus verschiedenen Klarinettenarten besteht, entwickelt das Orchester einen ganz einzigartigen Klang, der das Publikum vom ersten Moment an in seinen Bann zog. Im anspruchsvollen Programm folgte ein Ohrwurm der klassischen Musik auf den anderen. Jedoch auch moderne Musikliteratur wie „Gabriels Oboe“ von Morricone und „When I‘m Sixtyfour“ von John Lennon und Paul McCartney spielten die Musiker.

Mit den beiden Sängerinnen Severine Joordens (Sopran) und Annemie Vallino-Ravetta (Mezzosopran) konnte das Bläserensemble zwei erfahrene Musikerinnen gewinnen, die ihre Solostücke „An den Mond“ aus Dvoraks „Rusalka“ und „O Mio Babbino Caro“ aus Puccinis „Gianni Schicci“ interpretieren. Einen ganz besonderen Höhepunkt bildete ihre Darbietung des „Blumenduetts“ aus „Lakmé“. Auch die Solostücke für Klarinette, wie der „Kanon“ von Pachelbel, wurden überzeugend und in technisch bemerkenswerter Qualität vorgetragen.

Den musikalischen Höhepunkt im Programm des niederländischen Ensembles bildete Michelle Geerlings Darbietung des „Adagio“ aus Mozarts Klarinettenkonzert, KV 622. Vom ersten Atemzug an fesselte die virtuose Klarinettistin das Publikum mit einem meisterlichen Auftritt. Der Gastgeber Altodijo bestritt den zweiten Part des Konzertes qualitativ durchaus auf Augenhöhe mit dem Clarinet Choir. Der 2009 gegründete Kammerchor hat unter der Leitung von Johannes Fell in den vergangenen Jahren eine beachtenswerte Entwicklung vollzogen. Die ausgewählten Stücke, die zum Teil vom Hückelhovener Pianisten Thomas Hansen am Flügel begleitet wurden, trug der Chor in durchgehend ansprechender Qualität vor. Die Sänger boten einen musikalischen Streifzug durch die verschiedensten Musikstile und Epochen. Die Solisten Alexandra Hensel, Anna Fell, Alphons Stijnen und Gisela Gatzen verstanden es, das Publikum mit ihren Vorträgen zu beeindrucken.

Der Kammerchor hatte mit Stücken wie dem „Skye Boat Song“, dem „Abendlied“ und der „Bohemian Rhapsodie“ von Queen einige anspruchsvolle Werke in seinem Programm, die er überzeugend vortrug. Den Höhepunkt im Programm von Altodijo bildete die „Kyrie“ aus der „Petite Messe Solennelle“ von Rossini. Der Kammerchor wird das komplette Werk im September in der Aula in Hückelhoven aufführen und konnte mit seinem facettenreichen Vortrag unter Beweis stellen, dass die Vorbereitungen schon weit vorangeschritten sind. Der Pianist Thomas Hansen sorgte am Flügel mit seinem ebenso gefühlvoll vorgetragenen „Preludio En La Noche“ von Ernesto Lecuona für ein weiteres musikalisches Highlight. Zum Abschluss des vom Publikum trotz der Länge mit hoher Aufmerksamkeit verfolgten Konzerts trugen beide Ensembles gemeinsam den Popklassiker „Bridge Over Troubled Water“ von Paul Simon vor. Die Zuschauer zeigten ihre Begeisterung durch ein Menge Beifall.

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