Selfkant-Saeffelen/Höngen - Saal Wolters-von Cleef: Saeffelener reichen Antrag ein

Saal Wolters-von Cleef: Saeffelener reichen Antrag ein

Von: agsb
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Selfkant-Saeffelen/Höngen. Die Sanierung von Ortskernen in der Gemeinde Selfkant stand im jüngsten Verkehrs-, Bau- und Umweltausschuss auf der Tagesordnung. Es ging um die Festlegung der Sanierungsgebiete der Ortskerne Höngen und Saeffelen.

Nach dem Scheitern des Leader-Antrages gehen die Kommunen Selfkant, Waldfeucht, Gangelt und Heinsberg als Westzipfelregion den Weg über die Städtebauförderung.

Bei diesem Thema spitzte die Opposition die Ohren: Eins ihrer Kernthemen ist die Vernachlässigung der Ortskerne – aus ihrer Sicht war das das Hauptthema. CDU und Opposition waren sich einig, dass die Ortskerne nicht verloren gehen dürfen. Es folgten kurze Diskussionen über die Sanierung von Altbauten und Modernisierungen.

Bürgermeister Herbert Corsten (CDU) gab einen kurzen Einblick in die Kriterien einer Städtebauförderung, unter anderem wird es eine Begehung der Ortskerne mit der Bezirksregierung geben. Dies sind zunächst die Ortskerne Saeffelen und Höngen mit Schule und Kirchstraße (Bereich Kirche) sowie „Alter Sportplatz in Heilder“. Diese Punkte waren in einer Dorfwerkstatt favorisiert worden. Man warte nun eine Begehung mit dem Ministerium ab. Alle Parteien stimmten der Festlegung des Sanierungsgebietes zu.

Es kamen Nachfragen aus der Opposition, ob es angedacht sei, weitere Sanierungen und Modernisierung der Ortskerne anderer Ortschaften in Angriff zu nehmen. Dies wurde generell nicht verneint, wobei die beiden Ortschaften Saeffelen und Höngen favorisiert seien und in diesem Antrag somit bedacht wurden.

In Saeffelen formiert sich derweil Widerstand dagegen, dass die Politik dem Kauf der ehemaligen Gaststätte Wolters-von Cleef nicht zugestimmt hat. Mit Bedauern, Enttäuschung und Verwunderung hätten alle Saeffelener Ortsvereine – Schützenbruderschaft, Sportverein, Musikverein, Spielmannszug, Frauengemeinschaft, Soefelder Kids, Feuerwehr, Kirchenchor – den Ratsbeschluss vom 10. November über die Ablehnung zum Kauf der Immobilie der ehemaligen Gaststätte Wolters-von Cleef zur Kenntnis genommen, heißt es in einer Mitteilung der Vereine. Entgegen der Auffassung der Oppositionsparteien seien die Saeffelener Vereine der Meinung, dass der Kauf der Gaststätte bei dem entgegenstehenden Wert der Immobilie kein finanzielles Risiko für die Gemeinde darstellt.

Alternativen auf der „grünen Wiese“ stünden dem Gedanken der Städtebauförderung entgegen und seien nur mit einem erhöhten finanziellen Aufwand zu erreichen. „Ein Dorfzentrum gehört ins Dorfzentrum und ist auch mit Sicht auf Erreichbarkeit, Sicherheit, Integration und Städtebau die einzig vernünftige Lösung“, heißt es in der Mitteilung.

Das Anliegen der Vereine: „Saeffelen braucht eine Bürgerhalle im Ortskern. Nicht nur für diese Generation, sondern auch für die folgenden.“ Dieses Dorfzentrum solle nicht nur als Versammlungsstätte, sondern auch als Treffpunkt für alle errichtet werden. „Die Vereinswelt in Saeffelen ist noch intakt – und dies soll auch so bleiben“, heißt es.

Aus diesem Grund haben die Ortsvereine einen Antrag beim Bürgermeister eingereicht, um den Kauf der Immobilie durch die Gemeinde Selfkant erneut auf die Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung am 14. Dezember zu bringen. Dem Antrag war eine Liste mit mehr als 350 Unterschriften beigefügt.

Zudem hätten sich viele Saeffelener Bürger an einer Bürgerwerkstatt beteiligt, um im Rahmen der Planung der Städtebauförderung für die Ortschaften Saeffelen, Heilder und Höngen Ideen zu diskutieren. Dabei habe die Dorfhalle ein wichtiges Teilprojekt dargestellt. Es wurde zum Beispiel auch die ideale Lage der Dorfhalle zur Kirche, zum Spielplatz, zum Pfarrgarten und zu den Parkflächen an der Kirche herausgestellt. Die Vereine bekräftigen, dass ein Bürgerhaus im Ortskern an der Stelle der ehemaligen Gaststätte befürwortet wird. Die Städtebauförderung greife genau diese Ideen von Vereinen und Bürgern auf.

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