Rurtalschule braucht mehr Platz, weil Schülerzahl steigt

Von: defi
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Kreis Heinsberg. Die Raumnot in der Rurtalschule, Förderschule für Geistige Entwicklung des Kreises Heinsberg, war Thema in der Sitzung des Kreisausschusses. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte den Landrat um Beantwortung einiger Fragen zu diesem Thema gebeten.

Die CDU-Kreistagsfraktion zog mit einer Presseerklärung nach. Fazit: die Schule braucht mehr Platz, da viele Eltern ihre Kinder wohl doch eher auf eine Förderschule schicken, als das Experiment Inklusion in der Regelschule zu wagen.

Die CDU schreibt in ihrer Presserklärung: „Die steigenden Schülerzahlen an der Rurtalschule könnten aus Sicht der CDU-Fraktion dabei aber auch ein Indiz dafür sein, dass ein Großteil der Betroffenen der inklusiven Beschulung in der Regelschule nicht vertraut, sondern auf das bewährte System Förderschule setzt.“

Die Grünen hatten den Schulträger, also den Kreis Heinsberg, nach den erwarteten Schülerzahlen in den nächsten Jahren gefragt. Landrat Stefan Pusch verwies auf ein 2013 bei der Projektgruppe Bildung und Region (Bonn) in Auftrag gegebenes Gutachten, das für das laufende Schuljahr 212 Schüler prognostiziert hatte. In diesem Schuljahr liegt die Schülerzahl aber tatsächlich schon bei 270 Schülern. Der Gutachter habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die inklusive Beschulung zu gleichbleibenden oder gar steigenden Schülerzahlen führen könnte.

Trend setzt sich fort

Pusch merkte an, dass die Schulleitung, die Untere Schulaufsicht und das Amt für Bildung und Kultur für die nächsten Schuljahre weiter ansteigende Schülerzahlen erwarten. So werde für das Schuljahr 2019/2020 ein Höchstwert von 286 Schülern angenommen. Neben dem freien Wahlverhalten der Eltern sei die Entwicklung der Schülerzahl sicherlich auch von dem weiteren Ausbau sowie der Qualität der Inklusionsbedingungen abhängig.

Nach Auskunft der Schulleitung, so Landrat Pusch, fehlten derzeit sieben Standard-Klassenräume, das heißt Klassenräume mit einem kombinierten Nebenraum. Die Schule behilft sich für eine Übergangszeit mit umfunktionierten Differenzierungsräumen, was aber wiederum zu Einschränkungen im Bereich der schulischen Zusatzangebote führe. Schulträger und Schulleitung würden zurzeit Lösungsmöglichkeiten erarbeiten, ergänzte Landrat Stefan Pusch.

Die CDU-Fraktion sieht „erheblichen qualitativen Nachbesserungsbedarf“ bei der Umsetzung der Inklusion und die Landesregierung in der Pflicht. Die CDU-Fraktion betont in ihrer Presseerklärung, dass sie die Inklusion befürworte, es gehe ihr jedoch stets um Qualität und Sorgfalt vor einer übereilten Umsetzung.

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