Rurauen-Theater: Als die tote Oma die Lottozahlen erfährt

Von: koe
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Zu viel Wodka? Diese Frage stellten sich die Zuschauer in der Mehrzweckhalle bei der Aufführung des Stücks „Omas Himmelfahrt und zurück“ des Rurauen-Theater-Vereins aus Orsbeck. Foto: Koenigs

Wassenberg-Orsbeck. Im Verlauf des Lustspiels glaubten die Zuschauer, Oma Mauser sei gestorben, was bei ihrem wodkafreundlichen Lebensstil kein Wunder gewesen wäre. War sie aber nicht, nur in einen Tiefschlaf verfallen und stand plötzlich wieder fidel bei ihren Lieben im Wohnzimmer.

Zuvor war die Aufregung in der Familie groß. Wie sollte man die vermeintliche Leiche über die Grenze bringen? Und was das kostet? Oma jedoch hört plötzlich die Bekanntgabe der Lottozahlen und gerät außer sich. Das waren genau ihre Zahlen, aber der Tippzettel liegt in der Handtasche und die in der Skibox, mit der die vermeintlich tote Oma über die Grenze gebracht werden soll. Und die Box ist auch noch leer! Kein Tippzettel in Sicht!

Es war ein herrlicher Klamauk, mit dem der Rurauen-Theater-Verein in drei Aufführungen aufwartete. „Omas Himmelfahrt und zurück“ hieß das Lustspiel in drei Akten von Franz Rieder, das die tüchtigen Laiendarsteller des Theatervereins in diesem Jahr auf die Bühne brachten. Im Saal wurde herzhaft gelacht und die Akteure gaben ihr Bestes. Textsicher und mit brillanter Komik setzten sie sich in Szene.

Da blieb kein Auge trocken, als die Hauptakteure Monika Matzerath und Thomas Steinbusch die rüstige, trinkfreudige, 80-jährige Oma Mauser und den ebenfalls trinkfreudigen 75-jährigen Opa Mauser mimten. Wodka ist ja auch ein tolles Getränk im westlichen Schlaraffenland, wohin die „Oldies“ aus Anlass des Hochzeitstages ihres Enkels, eines 25-jährigen Automechanikers, reisten.

Toni Mauser, der 50-jährige Sohn der rüstigen Großeltern wurde von Bert Wientgen ebenso gekonnt in Szene gesetzt wie dessen Frau Anna von Ruth Wientgen. Das Hochzeitspaar Berti und Gerti Mauser spielten Michael Staschewski und Eva Schaum mit Bravour. Der Reigen der tollen Laiendarsteller wird komplettiert von dem Rentnerpaar Hartmut und Kamilla Auerberger, prächtig in Szene gesetzt von Stephan Lintzen und Melanie Thönnißen. Letztere führte auch umsichtig Regie bei einem Bühnenbild, das Hans Stolingwa geschaffen hatte.

Bei solche harten Angriffen auf die Lachmuskulatur mussten sich die Besucher der Aufführungen auch stärken. Hierfür gab es nach jedem der drei Akte Gelegenheit, denn der UKV Orsbeck-Luchtenberg hatte die Bewirtung übernommen.

So wurden auch die diesjährigen drei Aufführungen des Rurauen-Theater-Vereins wieder ein Erlebnis.

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