Hückelhoven - Runder Tisch engagiert sich für Senioren

Runder Tisch engagiert sich für Senioren

Von: kalauz
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Beistehen, helfen, Konzepte entwickeln: Der Runde Tisch macht sich in Hückelhoven für die Senioren stark. Foto: Stock

Hückelhoven. Jeder vierte Einwohner in Hückelhoven ist älter als 65 Jahre. Tendenz: zunehmend. Das bringt zwangsläufig Probleme mit sich, denn Städte sind in der Regel nicht für Senioren, sondern für mobile und fitte Menschen konzipiert, die ihre Tatkraft ohne Einschränkungen ausleben können.

Den Senioren das Leben in der Stadt zu erleichtern, die Entscheidungsträger in der Verwaltung und in der Politik auf die Probleme im Alltagsleben der Stadt für diese Bevölkerungsgruppe aufmerksam zu machen, Einfluss auf deren Entscheidungen zu nehmen, ist das erklärte Ziel des Runden Tisches Seniorenarbeit Hückelhoven, der am 17. November 2009, vor fünf Jahren also, ins Leben gerufen wurde.

Großer öffentlicher Zuspruch

„Wir haben schon einiges erreicht, aber es gibt noch vieles, was wir anpacken müssen“, sagt Nicole Abels-Schell, die als Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes für die Region Heinsberg zurzeit Koordinatorin des Runden Tisches Seniorenarbeit Hückelhoven ist.

Auf Initiative des Runden Tisches wurde zum Beispiel die Seniorenmesse auf die Beine gestellt, die großen öffentlichen Zuspruch fand; auf Thementagen wurden öffentlich Fragen angesprochen, die Senioren auf den Nägeln brennen, das Thema Demenz beispielsweise; der Seniorenratgeber, der inzwischen in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird, ist für viele Menschen in der Stadt ein wichtiger Informationsträger geworden; es wurden Verkehrssicherheitstage für ältere Mitbürger auf dem Gelände von Schacht 3 durchgeführt oder es wurden Sportangebote für Senioren mit großartiger Unterstützung der Vereine im Stadtgebiet eingerichtet.

„Es sind von diesem Tisch viele Impulse für ehrenamtliches Engagement ausgegangen“, sagt Heinz-Josef Schmitz, Sozialamtsleier der Stadt. Als eines von vielen Beispielen nennt er die 22 zertifizierten Seniorenbegleiter, die es, von einer Initiative Pastor Frank Mischniks ausgehend, mittlerweile in der Stadt gibt.

Die Vernetzung der bestehenden Einrichtungen, Verbände, Selbsthilfegruppen, Alteneinrichtungen, Vereinen und Kirchengemeinden durch den persönlichen Kontakt, den deren Teilnehmer am Runden Tisch knüpfen, den kurzen Draht, den sie bei anstehenden Problemen zueinander haben – das kommt der Seniorenarbeit im Stadtgebiet zugute, in den vergangenen fünf Jahren jedenfalls war das so.

Die große Herausforderung für die kommenden Jahre wird die so genannte Quartiersbildung im Stadtgebiet sein. „Das ist eine ganz konkret auf die einzelnen Ortschaften oder Stadtteile bezogenen Entwicklungsplanung für die nächsten 20 bis 30 Jahre“, sagt Sozialamtsleiter Schmitz.

Da werden dann anhand von ganz konkreten Daten, die man von der RWTH Aachen erhalten wird, Wohnraumplanungen, Nahversorgungskonzepte oder auch Verkehrskonzepte entwickelt und umgesetzt. Auf die Datenbank, so Schmitz, werde die Stadt Mitte des kommenden Jahres Zugriff haben. „Der Quartiersgedanke ist ein Wir-Gedanke“, betont er.

Und die Vertreter, die am Runden Tisch Seniorenarbeit sitzen, sind die Manager oder Interessenvertreter der älteren Mitbürger in der Stadt. Man kann sie auch Kümmerer nennen.

Auf sie kommt noch eine Menge Arbeit in den nächsten Jahren zu.

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