Rund 40 der insgesamt 616 angestellten Lehrer streiken

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Unterrichtsausfälle in der Region: Die Aktion der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ist auch am Kreis Heinsberg nicht spurlos vorübergegangen. Foto: imago/blickwinkel

Kreis Heinsberg. Der von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) initiierte Warnstreik am Mittwoch ging auch an den Schulen des Kreises Heinsberg nicht spurlos vorüber. Von den 616 angestellten Lehrern hätten sich etwa 40 Kolleginnen und Kollegen an der Aktion in Aachen beteiligt, teilte der GEW-Kreisvorsitzende Klaus D. Lange mit. Besonders betroffen waren die Gemeinschaftshauptschule Übach-Palenberg-Boscheln und die Gesamtschule Wassenberg.

In der letzten Woche beteiligten sich bundesweit schon über 20.000 Tarifbeschäftigte der Länder an Streikaktionen. Die GEW hatte – vielerorts gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften im öffentlichen Dienst – zu Warnstreiks aufgerufen, um in der Länder-Tarifrunde Druck auf die Arbeitgeber zu machen.

Den Streikaufrufen der GEW folgten neben Lehrkräften an Schulen und Hochschulen auch viele pädagogische Fachkräfte, die im Landesdienst beschäftigt sind. Für die Lehrkräfte stand die Forderung einer tariflichen Lehrkräfte-Entgeltordnung (L-ego) im Mittelpunkt. Für die pädagogischen Fachkräfte ist vor allem wichtig, den Anspruch auf 30 Tage Urlaub im Jahr gegen die Kürzungsabsichten der Länder zu verteidigen. Alle gemeinsam haben lautstark Stimmung gemacht für eine Gehaltserhöhung von 6,5 Prozent.

„Auch nach der zweiten Verhandlungsrunde am 14. Februar haben die Arbeitgeber kein Angebot gemacht, weder zu einem Tarifvertrag für Lehrkräfte noch zu einer Lohnerhöhung“, erklärte Lange. „Die GEW hat gemeinsam mit Verdi den Arbeitgebern einen Strukturvorschlag für einen ersten Einstieg in einen Tarifvertrag für die Eingruppierung der Lehrkräfte vorgelegt. Jetzt sind die Arbeitgeber am Zug.“

39 Stunden weggefallen

Die Verhandlungen hätten gezeigt, dass die Arbeitgeber abwarten wollten, ob auch genügend Beschäftige hinter den gewerkschaftlichen Forderungen stünden. An der Betty-Reis-Gesamtschule in Wassenberg waren neun der insgesamt 13 angestellten Lehrer mit von der Partie. Bei einem Kollegium, das 104 Lehrer umfasst, bedeutete dies einen Unterrichtsausfall von 39 Stunden, wie Schulleiterin Dr. Karin Hilgers bestätigte. Vormittags seien die Schüler in die Mensa geführt und dort von einem Vertretungslehrer betreut worden. Die Nachmittagsstunden wurden ersatzlos gestrichen. „Ich habe da zwei Seelen in meiner Brust. Ich sehe es ungern, wenn Unterricht ausfällt“, sagt Hilgers, „andererseits kann ich die Anliegen der Streikenden verstehen.“

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