Wassenberg - Rund 1,4 Millionen Euro fließen ins schnelle Internet

Rund 1,4 Millionen Euro fließen ins schnelle Internet

Von: Anna Petra Thomas
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Bauleiter Ingo Siewert (links) und Regio-Manager Stefan Preis (rechts) informierten Bürgermeister Manfred Winkens an der Baustelle über die Arbeiten zum Ausbau des Glasfasernetzes der Deutschen Telekom. Foto: anna

Wassenberg. Während die Deutsche Glasfaser Netz Entwicklung GmbH bereits an verschiedenen Orten dabei ist, Glasfaserleitungen im Wassenberger Stadtgebiet zu verlegen, hat jetzt auch die Deutsche Telekom AG ihre Planungen für das schnelle Internet in Wassenberg abgeschlossen.

Während Deutsche Glasfaser nur dort baue, wo sich 40 Prozent der Haushalte im Vorfeld anschließen würden, werde die Telekom das Netz fast flächendeckend ausbauen, freute sich Bürgermeister Manfred Winkens beim Ortstermin an einer der ersten Baustellen in der Nähe des Rathauses. Hier traf er Regio-Manager Stefan Preis und Bauleiter Ingo Siewert.

Neue Leitungen von Deutsche Glasfaser liegen schon in Teilbereichen von Birgelen, Effeld, Orsbeck, Luchtenberg sowie in der Wassenberger Oberstadt. Dies gilt für 2880 potenzielle Anschlüsse, wie die Heinsberger Regionalleiterin Nicolo Holländer auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte. Ophoven und Steinkirchen seien mit 380 potenziellen Anschlüssen komplett erschlossen. Die Wassenberger Unterstadt sei noch in der Prüfung. „Voraussichtlicher Baustart nach den Sommerferien“, lautet die Antwort. Vier Monate Bauzeit sind geplant.

Für Myhl habe es bisher gar keine Pläne gegeben, so der Bürgermeister, ebenso wenig für den Bereich Entenpfuhl in Birgelen. Diese Bereiche seien jetzt in die Planung der Deutschen Telekom einbezogen worden. An vielen Stellen müssten die Glasfaserkabel der Deutschen Telekom auch nicht neu verlegt werden, betonte Preis. Sie können in vorhandenen Kabelkanälen gegen vorhandene Kupferkabel getauscht werden. „Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten“, betonte er.

Die 24 grauen Kästen am Straßenrand, die bisherigen Verteilstationen, würden zu etwas größeren, sogenannten Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. „Die großen grauen Kästen am Straßenrand würden zu Mini-Vermittlungsstellen, so Siewert. Im MFG werde das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. „Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt Vectoring zum Einsatz“, erklärte der Fachmann. „Diese Technik beseitigt elektromagnetische Störungen. Dadurch werden beim Hoch- und Herunterladen höhere Bandbreiten erreicht.“

Eine Leistung von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) beim Herunterladen von Daten und von bis zu 40 Mbit/s beim Hochladen können erreicht werden. Dabei gelte die Faustformel, dass die Geschwindigkeit ums so höher sei, desto näher der Kunde am MFG wohne.

Insgesamt will die Deutsche Telekom bis Mitte Dezember rund 20 Kilometer Glasfaser in Wassenberg verlegen und damit für höhere Bandbreiten sorgen. „Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind“, versprach Preis. Rund 70.000 Euro pro Kilometer, also insgesamt 1,4 Millionen Euro investiere sein Unternehmen in Wassenberg. „Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud wird bequemer“, betonte er. „Insgesamt profitieren von diesem Ausbau rund 6850 Haushalte.“

Winkens freute sich über den Start der Arbeiten. „Schnelles Internet ist aus dem Leben unserer Bürgerinnen und Bürger nicht mehr wegzudenken, privat und geschäftlich. Es ist ein wichtiger Standortvorteil“, erklärte er. Dazu versprach Bauleiter Siewert: „Wir werden die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich halten. Wir gehen in überschaubaren Bauabschnitten vor.“

Noch ist das Ausbaugebiet nicht auf der Karte der Telekom AG abgebildet. Es bestehe jedoch die Möglichkeit, sich als Kunde schon jetzt einzutragen, sagte Preis.

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