Romantische Orgel stellt Klangvielfalt unter Beweis

Von: hewi
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Erkelenz. Darauf hatten die Erkelenzer lange warten müssen: Die neue „Königin der Instrumente“ in der Pfarrkirche erklang beim Festhochamt erstmals öffentlich. Vom Klang und der Wirkung der Orgel konnten sich die Besucher überzeugen, denn Kantor Stefan Emanuel Knauer und der Kirchenmusiker Manfred Brühl stellten die vielen Facetten und Möglichkeiten der Klais-Orgel virtuos unter Beweis.

Für viele Besucher aus Borschemich war ein Moment der Emotionen, ihre alte Orgel aus St. Martinus wieder zu hören. Die alte Borschemicher Orgel wird als Chororgel in St. Lambertus auch ihren Dienst tun, wenn die geplante große Orgel denn tatsächlich einmal kommt. Pastor Werner Rombach hob in seiner Ansprache die besondere Bedeutung dieser Orgel hervor, da sie sowohl die Erinnerung an Borschemich aufrecht erhalte als auch zum Zusammenwachsen der neuen Pfarrgemeinde beitrage.

Er bezeichnete die Orgel als „Königin der Instrumente“, die es verdiene in Gottes Haus zu stehen. Der Klang der Orgel spreche alle Schichten des Herzens an, denn „Gott zieht alle Register“. Die Messe bot ein gutes Forum, um die Klangvielfalt der romantischen Orgel aus dem Jahre 1912 zu präsentieren. Gemeinsam mit dem Kirchen- und Projektchor von St. Lambertus verliehen sie dem Hochamt eine besonders festliche Note. Dabei präsentierten sie überwiegend Werke des Komponisten Théodore Dubois, bei denen Chor und Orgel ausgezeichnet zusammenarbeiteten.

Nach der Messe hatte die Gemeinde zum Empfang ins Pfarrzentrum eingeladen. Auch dort waren die Orgel und die soeben eingeläutete Festwoche das Gesprächsthema. Hermann-Josef Mähler zeigte sich beeindruckt vom Klang der Orgel. Dabei sollte er sie bestens kennen, denn in Borschemich spielte er sie über 30 Jahre lang. Zukünftig wird er in St. Lambertus als Vertretung einspringen, wenn es gewünscht ist. Auch Brudermeister Hans-Willi Schulte von der St. Martinus Schützenbruderschaft hob die Bedeutung der Orgel als Erinnerung an den Ort und ihres Verbleibs in Erkelenz hervor.

Am Abend hatte die Klais-Orgel dann ihren großen Auftritt als Konzertinstrument. Denn Kantor Knauer hatte neben dem Kirchenmusiker Manfred Brühl auch ein Orchester der Düsseldorfer Philharmoniker unter der Leitung von Anke Vogelsänger eingeladen. Auf dem Programm standen Werke von Josef Gabriel Rheinberger und Edward Elgar. Wiederum war es Knauer gelungen, durch die Auswahl der Stücke die Vielfalt der Orgel zu demonstrieren.

Schon am Donnerstag geht es um 19 Uhr mit einem Orgelkonzert des Detmolder Professors Martin Sander. Der international anerkannte und mehrfach ausgezeichnete Musiker wird Stücke von Rheinberger, Schumann, Wolfrum, Reger und Ritter spielen. Karten gibt es an der Abendkasse.

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