Heinsberg - Rollstuhlfahrer testet neuen Parkplatz für Behinderte

Rollstuhlfahrer testet neuen Parkplatz für Behinderte

Von: anna
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Sozialamtsleiter Wolfgang Paulus, Bürgermeister Wolfgang Dieder, Bärbel Windelen vom Teilhabekreis sowie Stefan Knauer und Gerd Domin von BeWo (von links) beim Test des Behindertenparkplatzes. Foto: anna

Heinsberg. Anlässlich des europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung hatte der Lokale Teilhabekreis Heinsberg im vergangenen Jahr einen Rundgang durch die Innenstadt organisiert und dort vorhandene Barrieren für Menschen mit Behinderung dokumentiert.

Die Auswertung, die Bürgermeister Wolfgang Dieder anschließend im Rathaus übergeben wurde, zeigte deutlich, dass die Parkplatz-Situation in der Innenstadt für Menschen mit Behinderung ein vordringliches Anliegen ist.

Die Teilnehmer der Aktion hätten bemängelt, dass es zu wenige Parkplätze für Menschen mit Behinderung gebe. „Und wenn es welche gibt, sind sie oft zu eng oder zu klein“, erklärte Bärbel Windelen vom Teilhabekreis bei einem Ortstermin in der Kirchhovener Straße. Hier, direkt an der Einmündung zur Apfelstraße, hat die Stadtverwaltung daher jetzt einen besonders großen, acht Meter langen Parkplatz eingerichtet. Dieser soll vor allem Rollstuhlfahrern, die ihr Fahrzeug über eine Rampe nach hinten verlassen müssen, einen bequemen „Ausstieg“ ermöglichen.

BeWo-Mitarbeiter begeistert

Die Parkplatzsituation für behinderte Menschen in der Heinsberger Innenstadt weiche vom gesetzlichen Rahmen schon jetzt nach oben ab, erklärte der Bürgermeister beim ersten Test des neuen Parkplatzes durch einen Rollstuhlfahrer. „Das heißt aber nicht, dass wir nicht noch besser werden können!“, betonte er.

Stefan Knauer, Mitarbeiter von BeWo Heinsberg, einer Einrichtung für ambulantes betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderungen, testete die Möglichkeiten des neuen Parkplatzes mit Bewohner Gerd Domin und war begeistert.

Allerdings, so stellte er zugleich fest, sei es für ihn problematisch, mit seinem Fahrzeug auf einem solchen Parkplatz zu stehen, da das Fahrzeug auf ihn und nicht auch die Menschen mit Behinderung zugelassen sei, die er transportiere. Hier bedürfe es einer gesetzlichen Änderung, erklärte Knauer.

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