Rollbilder wie in der DDR laden zum Entdecken ein

Von: anna
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Maxim (7) hat die verschiedenen Möglichkeiten, auf den Rollbildern auf Entdeckungsreise zu gehen, ausprobiert und ist begeistert. Foto: anna

Heinsberg. So manches, was in der früheren DDR sehr beliebt war, ist mit der Wiedervereinigung verschwunden. Einiges hat überlebt, etwa das berühmte Ampelmännchen. Und jetzt gibt es auch die in den Kindergärten der DDR so beliebten Rollbilder wieder. Dafür gesorgt hat der in Heinsberg ansässige M.K. Lehr- und Lernmittelverlag.

Er habe damit auf Anfragen aus Ostdeutschland reagiert, erzählte Verlags-Geschäftsführer Jörg Korfmann bei der Präsentation der ersten vier neuen Rollbilder in der Kinder- und Jugendabteilung der Heinsberger Stadtbücherei. In großem Format, ähnlich den Landkarten, wie sie vielen noch aus früheren Zeiten des Schulunterrichts bekannt sein dürften, zeigen die ersten Rollbilder aus Heinsberg die vier Jahreszeiten in vielen Details. Geschaffen hat die liebevoll gestalteten Kunstwerke die Wassenberger Grafikerin Birgit Hess, die im Verlag tätig ist.

Mit den Bildern allein ist die Wiederbelebung der DDR-Nostalgie aber noch nicht zu Ende. Im Rahmen einer ganzheitlichen Entwicklungsförderung sei es heute wichtig, die individuellen Lernbedürfnisse von Kindern zu erkennen und anregende Lernsituationen zu gestalten, so Korfmann. Genau hier setzt das Konzept der neuen Rollbilder an. Sie laden nicht nur zum Anschauen und Verweilen, sondern auch zum Entdecken ein. Die Bilder zeigen die unterschiedlichen Aspekte von Natur und menschlicher Gemeinschaft: vom Bestellen der Felder oder dem Brüten der Vögel über vielfältige Kinderspiele bis hin zu Festen im Jahresverlauf.

Passend dazu gibt es sogenannte Suchkarten, mit denen die Kinder sich auf Entdeckungsreise begeben können nach Tieren oder Gegenständen. Aktionskarten, mit denen sie Abläufe in die richtige Reihenfolge bringen müssen, laden darüber hinaus ein, Geschichten zu erzählen und eigenes Erleben einzubringen. Besonders beliebt sind schließlich die Lupenkarten. Sie zeigen Ausschnitte des Rollbilds vergrößert oder im Querschnitt. „So wird auch sichtbar, was unter der Oberfläche des Teichs oder unter der Grasfläche der Wiese lebt und wächst“, so Korfmann.

Abgerundet wird der neue „Medienverbund“, wie der Verlag das Konzept nennt, durch ein Begleitheft mit Liedern, Texten, Reimen und Vorschlägen für Experimente. Insgesamt würden so unterschiedliche Bereiche der kindlichen Entwicklung angesprochen, neben der sprachlichen auch die körperliche, die wissensorientierte und die sozial-emotionale Entwicklung.

Noch bis Freitag, 28. Juni sind die neuen Rollbilder in der Kinder- und Jugendabteilung der Stadtbücherei ausgestellt. Heute und am kommenden Mittwoch, jeweils ab 16.30 Uhr, stehen sie im Mittelpunkt der Vorlesestunden.

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