Rezept gegen Kälte: Warmbützen!

Von: pia
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Die „Knallköpp” aus Hilfarth waren gestern zum 15. Mal im Zug mit von der Partie. Die aus dem Knappenverein entstandene Truppe hatte Max und Moritz zum Thema. Foto: Koenigs

Hückelhoven-Hilfarth. . „Helfeth Alaaf - un wenn et versüppt!” Das war die überaus optimistische Parole einer Fußgruppe des diesjährigen Rosenmontagszuges im schönen Hilfarth an der genauso schönen Rur.

Schon in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatten die Karnevalisten diesen Schlachtruf zum Thema gemacht, nachdem die Rur für eine Hochwasserkatastrophe gesorgt hatte.

An diesem winterlichen Montag im ersten Jahr des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends waren es keine überschwemmten Felder, sondern Schnee und Kälte über die mit rheinischem Humor „hinweggefeiert” wurde.

Insgesamt 10 Mottowagen und 14 Fußgruppen mit mehr als 300 Teilnehmern starteten um Punkt 14.11 Uhr mitteleuropäischer Winterzeit an der Rurbrücke und boten den Narren am Straßenrand einen überaus bunten, fast kann man sagen einen kunterbunten Straßenkarneval.

Imposant war der Wagen der Hilfarther Abteilung der Feuerwehr der Stadt Hückelhoven: Die Segel ihres Piratenschiffes waren so hoch gehisst, dass Ampeln oder Straßenschilder absolut nicht zu umschiffen waren. Die wurden dann samt Mast kurzerhand eingezogen.

Auch eines der zumindest fast noch aktuellen Topthemen, die „Schweinegrippe” nämlich, wurde von gleich drei Gruppen auf die Schippe genommen. Sie belustigten die Jecken am Straßenrand als Schweine sehr originell mit Mundschutz verkleidet.

Ein besonders auffälliger Farbtupfer zwischen dem griesgrauen Himmel und dem pampigen Schneematsch boten die „Überflieger”, eine quirlige Fußgruppe aus stets „abflugbereiten” Schmetterlingsdamen mit grellpinken, fast mannshohen Flügeln.

Aber auch die Zuschauer am Rand der Straßen hatten sich in Schale geschmissen. Dieses Jahr waren vor allem warme Kostüme „in” - alles andere wäre selbst hartgesottenen Karnevalisten im wahrsten Sinnes des Wortes an die Nieren gegangen. Ansonsten wurde gegen die Kälte „jebützt”, getrunken und getanzt.

Für die Lokalpatrioten unter den Jecken gab es auch musikalische Höhepunkte: Sie schunkelten zu den Liedern „Hilfarther Wein” oder „Du bist Hilfarth”.

Den Abschluss des Rosenmontagszuges machte der Elferrats-Wagen, von dem aus großzügig Kamelle geschmissen wurden. „Boah, die werfen Mars und Bounty!”, freute sich der Narrennachwuchs über die überaus edlen Süßigkeiten.
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