Gangelt - Rettungskräfte üben schwierigen Unfall-Einsatz auf B56n

Rettungskräfte üben schwierigen Unfall-Einsatz auf B56n

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Eingeklemmte Personen, auslaufende Chemikalien und verletzte Kollegen beschäftigten alle Einheiten der Feuerwehr Gangelt ...

Gangelt. Eine Großübung hielt die Einsatzkräfte der Feuerwehr Gangelt am Samstagnachmittag in Atem. Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 56 neu zwischen einem Gefahrguttransporter und zwei Pkw waren mehrere Personen eingeklemmt.

Bei bestem Wetter wurden zunächst der Zug 1 mit den Löscheinheiten Gangelt und Stahe-Niederbusch sowie der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Gangelt zur Einsatzstelle zwischen Langbroich und Schierwaldenrath alarmiert. Wenige Minuten später erfolgte die Alarmierung der Löscheinheiten Birgden, Kreuzrath und Schierwaldenrath sowie Breberen, Hastenrath und Langbroich-Harzelt.

Aufgrund der weitläufigen Einsatzstelle mit unterschiedlichen Gefahren unterteilte Einsatzleiter Brandoberinspektor (BOI) Rainer Titz die Einsatzstelle in vier Abschnitte.

Im Einsatzabschnitt eins retteten Brandinspektor (BI) Manfred Rabben und sein Team zwei eingeklemmte Personen aus einem der beiden Fahrzeuge. Eine besondere Herausforderung war dabei, dass der Wagen stark deformiert auf dem Dach lag. Da jede Bewegung die Situation der Eingeklemmten verschlimmert hätte, wurde das Fahrzeug zunächst stabilisiert. Anschließend konnten die beiden eingeklemmten Personen mit Hilfe von hydraulischen Rettungsgeräten befreit werden.

Die Rettung der beiden eingeklemmten Personen aus dem zweiten Wagen (Einsatzabschnitt zwei) gestaltete sich besonders schwierig. Der Fahrer erlitt bei dem Unfall eine Pfählungsverletzung durch einen Eisenstab und musste besonders behutsam von BI Leo Buchkremer und seinem Team aus dem Fahrzeugwrack befreit werden.

Um die Lage richtig einschätzen zu können, führten Gemeindebrandinspektor Barthel Johnen und sein Team im Einsatzabschnitt drei zunächst eine Erkundung des Gefahrguttransporters durch. Hierbei stellten die Einsatzkräfte fest, dass auf dem Transporter mehrere verschiedene Gefahrstoffe transportiert wurden, wobei mehrere Transportbehälter beschädigt waren. Ausgerüstet mit Chemikalienschutzanzügen sicherten die Einsatzkräfte die Transportbehälter und bargen diese in speziellen Behältern.

Als besondere Herausforderung spielte die Übungsleitung ein, dass einer der eingesetzten Kräfte in seinem Schutzanzug kollabiert sei. Durch den Sicherheitstrupp wurde der verletzte Feuerwehrmann schnell aus dem Gefahrenbereich gerettet.

Der vierte Einsatzabschnitt unter der Leitung von Hauptbrandmeister Theo Vergossen stellte die Wasserversorgung für die gesamte Einsatzstelle sicher. Hierbei musste eine Versorgungsleitung von einem rund 360 Meter entfernten Unterflurhydranten zur Einsatzstelle verlegt werden.

Zahlreiche Zuschauer machten sich vor Ort ein Bild von der Schlagkraft der Feuerwehr Gangelt. Zufrieden mit dem Übungsverlauf zeigten sich auch Kreisbrandmeister Klaus Bodden und sein Stellvertreter Günter Paulzen, die einen besonderen Dank für die gute Vorbereitung dem Organisationsteam BOI Christoph Derichs und BI Heiko Dreßen aussprachen.

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