Heinsberg - Rettung des Heimatvereins ist geglückt

Rettung des Heimatvereins ist geglückt

Von: red
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Der neue Vorstand des Heimatvereins der Heinsberger Lande mit Elisabeth Jöris, Sebastian Walde, Anna Petra Thomas, Willi Jansen und Heinz-Leo Heinrichs (von links).
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Mit dem Ausscheiden von Helmut Coenen (links) als Vorsitzendem und Franz August Schumacher als seinem Stellvertreter ging im Heimatverein der Heinsberger Lande eine Ära zu Ende.

Heinsberg. „Beschluss über die Auflösung des Vereins zum 31.12.2017.“ So lautete Punkt sechs der Tagesordnung des Heimatvereins der Heinsberger Lande für seine womöglich letzte, eine außerordentliche Sitzung im Dachgeschoss des Hauses Lennartz.

Doch bis zu diesem Punkt kam die Versammlung am Ende gar nicht mehr, denn in letzter Sekunde hatte sich eine kleine Gruppe von Heinsbergern zusammengetan, um den Verein nach dem Ausscheiden des bisherigen Vorstands in die Zukunft zu retten. Die mehr als 60 Mitglieder, die zu dieser Versammlung gekommen waren, freuten sich sehr und wählten schließlich nach einer kurzen Vorstellungsrunde einstimmig, begleitet von großem Applaus, einen neuen Vorstand für den Verein.

Im November 1925 gegründet

Neue Vorsitzende des Heimatvereins ist Anna Petra Thomas. Ihr Stellvertreter ist der evangelische Pfarrer Sebastian Walde. Das Amt des Geschäftsführers übernimmt Heinz-Leo Heinrichs, sein Stellvertreter ist Willi Jansen. Neue Kassiererin ist Elisabeth Jöris. Weiter als Fahrten- und Wanderwart ist Hans-Peter Johnen tätig, der künftig von Peter Trippelsdorf unterstützt wird. Anton Rongen will auch weiterhin die Internetseite des Vereins pflegen, Uwe Korbella sich um das Vereinsarchiv kümmern.

Über Jahre schon hatten Vorsitzender Helmut Coenen und sein Stellvertreter Franz August Schumacher aus Altersgründen versucht, Nachfolger für den Vorsitz des rund 500 Mitglieder zählenden Vereins zu finden, den sie gemeinsam 1992 übernommen hatten. Sie waren aber nicht fündig geworden, und nach 25 Jahren im Amt sollte für sie zum Jahresende wirklich Schluss sein. Als letzten Schritt hatten sie dann bereits im Februar bei der Jahreshauptversammlung die Auflösung des Vereins „angedroht“.

Damit wäre jedoch eine traditionsreiche Vereinigung des Heinsberger Landes aus dem gesellschaftlichen Leben verschwunden, die in einigen Jahren immerhin schon 100 Jahre alt wird. Im November des Jahres 1925 war der Verein nämlich mit dem damaligen Landrat Erwin Classen als erstem Vorsitzenden ins Leben gerufen worden. „Der Verein hat die Aufgabe, die Heimatpflege, die Heimatkunde und das Wandern zu fördern. Er bemüht sich insbesondere um die Erhaltung und Pflege heimatlichen Kulturgutes“, heißt es auch heute noch in seiner Satzung. Am 9. Februar 1933 war dann Josef Spehl in einer Generalversammlung zum ersten Vorsitzenden gewählt worden. Er war zugleich Mitbegründer des Heimatvereins und der erste Leiter des Heimatmuseums in Heinsberg.

Bis heute hat der Verein seine Ziele beharrlich verfolgt. So hat er gerade erst eine Spende von 2500 Euro getätigt, um den Heinsberger Martinszug zu retten. Zudem finanziert er die Restaurierung einer Figur für den Marienaltar, der in den Fragmenten, die nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg übriggeblieben sind, in der Kirche St. Gangolf schon bald wieder zu sehen sein soll. Ebenso hat der Verein bereits angeregt, in der Kirche wieder Fotos zu zeigen vom Zustand der Kirche vor dem Zweiten Weltkrieg und nach der Bombardierung.

Und schließlich kommt auch der Punkt Wandern im Verein nicht zu kurz. Alleine in diesem Jahr habe es bereits 13 Unternehmungen gegeben mit knapp 700 Teilnehmern, berichtete Coenen. Auf Anregung aus der Versammlung wurde er schließlich noch zum Ehrenvorsitzenden des Vereins gewählt, ebenfalls einstimmig.

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