Erkelenz - Restauriertes Kreuz steht nun „Am Bömmke“

Restauriertes Kreuz steht nun „Am Bömmke“

Von: Helmut Wichlatz
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Diakon Kurt Esser weihte das Kreuz vom alten Immerather Friedhof an seinem neuen Standort „Am Bömmke“ ein. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. „Am Bömmke“ ist für alteingesessene Oestricher ein fester Begriff. Gemeint ist eine Stelle, die heute an der Lothringer und der Alemannenstraße im Wohngebiet Oestricher Kamp liegt. Als Oestrich noch von Feldern und Wiesen umgeben war, stand an dieser Stelle ein Lindenbaum, der von den Landwirten „dat Bömmke“ genannt wurde.

Gleichzeitig war es auch eine Art Demarkationslinie, wie Brigitte Oleszynski-Wichmann weiß. „Wenn wir Kinder in den Feldern spielten, war es die Grenze“, erinnert sie sich. „Weiter durften wir nicht.“ Auch Liebespaare flanierten zum „Bömmke“, um ungestört zu sein.

Heute ist die alte Linde längst durch einen neuen Baum ersetzt, der vor rund 40 Jahren dort gepflanzt wurde. Die Dorfgemeinschaft hat nun ein Wegekreuz an der Stelle aufsetzen lassen, um dem Ort seine Bedeutung wiederzugeben. In einer kleinen Feier wurde das Kreuz von Diakon Kurt Esser eingeweiht. Er erinnerte daran, dass das Kreuz in der römischen Zeit ein Symbol der Schande gewesen sei. Für die Christen hingegen sei es ein Symbol der Hoffnung und der Zukunft.

Das Kreuz stammt vom alten Immerather Friedhof, wie der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Josef Neußen, berichtete. Es wäre dem Bagger zum Opfer gefallen oder in Vergessenheit geraten. „Grabmäler oder Kreuze werden vom Tagebaubetreiber am neuen Standort nur wieder aufgestellt, wenn jemand darunter liegt“, erläuterte Neußen. So schenkten die Nachfahren des damaligen Spenders das rund 200 Jahre alte Kreuz der Dorfgemeinschaft.

Bei der Standortsuche arbeitete die Dorfgemeinschaft eng mit dem Grünflächenamt zusammen. Das Kreuz wurde fachmännisch gereinigt und restauriert sowie um den Schriftzug „dat Bömmke“ erweitert.

Einen Großteil der Kosten konnten private Spenden decken, den Rest hat die Dorfgemeinschaft übernommen.

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