Renovierte Schule: Sozialdemokraten sehen Klärungsbedarf

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SPD-Vorsitzender Dr. Hans Josef Voßenkaul hat noch Erklärungsbedarf.

Heinsberg. Im Hinblick auf den Umzug der Unterbrucher Grundschüler in das ehemalige Hauptschulgebäude an der Westpromenade in Heinsberg schlagen offenbar zwei Herzen in der Brust der Sozialdemokraten.

Wie Vorsitzender Dr. Hans Josef Voßenkaul jetzt mitteilt, haben sie erst vor einigen Tagen das renovierte Schulgebäude besichtigt.

„Aus Sicht der SPD-Fraktion machte die neue Sonnenscheinschule einen sehr guten Eindruck“, einige noch kleine offene Baustellen seien bis zum heutigen Schulstart erledigt, andere wie zum Beispiel der Außenaufzug an der Küche oder die WC-Anlagen im OGS- Bereich würden noch einige Wochen Zeit in Anspruch nehmen. Auch Rektor Thomas Heinrichs und seine Lehrerkollegen seien mit den Renovierungsarbeiten „sehr zufrieden“, erklärt Voßenkaul.

Nicht glücklich sei die SPD hingegen mit der Eile, die nun für den Umzug an den Tag gelegt werde. Die Sozialdemokraten hatten die Schließung des Unterbrucher Schulstandortes im Rat ohnehin nicht mitgetragen.

Diese Vorgehensweise empfinde die SPD-Fraktion als „äußerst bedauernswert, da damit das ganze, durch den Schulleiter und seine Kolleginnen und Kollegen erstellte Konzept zur sanften Integration der neuen Schüler über den Haufen geworfen wurde“.

Die Lehrerschaft sei von dieser Entwicklung überrascht gewesen. „Die geplanten Schulanfänge für die Unterbrucher Erstklässler wurden auf die Schnelle um einen Tag nach vorne verlegt, und das eine Woche vor Schulstart.“ Auf Nachfrage seiner Partei habe der Rektor nur mitteilen können, dass Bürgermeister Wolfgang Dieder juristische Gründe für diesen „Schnellschuss“ angeführt habe. Die SPD-Fraktion werde sich diese durch die Verwaltung noch erklären lassen.

Gegenüber unserer Zeitung hatte der Heinsberger Bürgermeister das Vorgehen auf Anfrage so begründet: Nach dem Verwaltungsgerichtsentscheid sei „der Ratsbeschluss vom 9. Dezember 2015 sofort vollziehbar . . . Diesen Beschluss habe ich auszuführen“, erklärte er.

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