Rein akustisch: Die neue Langsamkeit der Höhner

Von: Helmut Wichlatz
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In Erkelenz Station gemacht: Die Höhner gastieren im Rahmen ihrer Akustik-Tour in der Stadthalle. Dabei kommt die Gruppe um Frontmann Henning Krautmacher nur mit akustischen Instrumenten aus. Foto: Wichlatz

Erkelenz. „Janz höösch“ ließen es die Höhner im Rahmen ihrer Akustik-Tour in der Stadthalle angehen. Mit neu arrangierten Stücken und einer Extraportion Gefühl präsentierte sich die kölsche Kultband dem Publikum. Mit von der Partie war wieder der Erkelenzer Micki Schläger, der seit rund einem Jahr bei den Höhnern am Keyboard steht.

In Erkelenz haute er auch in die Tasten, allerdings nicht am Keyboard, sondern auch am Akkordeon. Denn schließlich war es ein Akustik-Konzert, also kein E-Bass, keine E-Gitarre und kein Keyboard. Dadurch erhielten die Stücke eine neue Intimität und Eindringlichkeit, die sich durch das gesamte Konzert zogen.

Sänger Henning Krautmacher betonte zu Beginn des Konzertes, dass der Auftritt in der „Stadt der Musiker und Schläger“ für die Band etwas Besonderes sei. Für den derart geadelten Schläger sicher auch, denn viele Freunde und Familienangehörige waren gekommen, um dabei zu sein.

Den Nerv getroffen

Dementsprechend landete die Band mit dem ersten Stück „He föhl ich mich zohus“ auch eine glatte Punktlandung und traf den Nerv des Publikums. Ein besonderes Konzert war es auch für Schlagzeuger Wolf Simon, der ebenso wie Schläger rund ein Jahr bei den musikalischen Hühnern dabei ist.

Die Band präsentierte ihre rührseligen Stücke am Fließband und gleichzeitig im neuen Gewand. So klang das „Hey Kölle, du bes e Jeföhl“ in der neuen Bearbeitung wie ein Stück Countrymusik. Die neue Langsamkeit ist das Ergebnis eines bandinternen Prozesses, bei dem „Alles op Anfang“ gedreht wurde. Back to the roots – zurück zu den Wurzeln– und zu den Ursprüngen der Band, die seit 1972 im Geschäft ist. „Alles op Anfang“ ist auch der Titel des Albums, das zu Beginn des Jahres erschienen ist.

Geschunkelt werden konnte und durfte trotzdem, zum Beispiel bei „Himmelhoch High“ und „Minsche wie mir“. Bloß eben ein bisschen „höösch“ und gefühlvoller. Was sich Krautmacher abgewöhnen sollte, sind die ewigen Liebesschwüre an den 1. FC Köln. Die kommen mitten im Borussia-Land nicht ganz so gut an, trübten das Konzerterlebnis aber für die zumeist hartgesottenen Höhner-Fans nicht wirklich.

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