Regenwetter trübt die Freude beim Stadtfest

Von: mb
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Rasant unterwegs: Das Einradfahren machte trotz des Regenwetters Freude. Fotos (2): M. Baltes Foto: Baltes
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Spaß auf dem Kinderkarussell: Für Jung und Alt war etwas dabei. Foto: Baltes

Wegberg. Ruud Luijten sah es gelassen: „Das ist nicht zu ändern.“ Der Regen passte überhaupt nicht ins wohldurchdachte Konzept des Stadtfestes mit Antoniusmarkt in Wegberg. Trotzdem waren der Niederländer und seine Schwester Suzanne am Samstag vor Ort. Geplant war eigentlich ein Zirkus-Workshop für Kinder.

Eine Stunde lang sollten die jungen Teilnehmer kleine Vorführungen einstudieren, den Umgang Diabolo, Jonglierkeulen, Devilsticks, Stelzen und Drehtellern lernen. Daran sollte sich der große Auftritt der kleinen Artisten auf der Bühne in der Fußgängerzone anschließen. Bei dieser Show mit Zirkusmusik sollte jeder zeigen, was er gelernt hat. „Aber es sind nur drei Kinder da. Das ist zu wenig für eine Show“, bedauerte der Student. Gut gelaunt kümmerte sich der „Circus Luijten en kornuiten“ aus der Nähe von Roermond/NL um die wenigen Kinder, veranstaltete rasante Fahrten mit dem Einrad in der wenig bevölkerten Fußgängerzone und begeisterte mit gekonnten Jonglagen.

Schon am Freitagabend hatte der erste Fassanstich durch den neuen Bürgermeister Michael Stock nur „gut beschirmt“ stattfinden können, das Konzert mit der Gruppe „Fun“ wurde wegen Gewitter abgesagt. Auch das Feuerwerk fiel buchstäblich ins Wasser.

Die Handwerker, die auf dem Markt vertreten waren, hätten sich am Samstag sicher auch Sonnenschein und mehr Publikum gewünscht. Bei der Porträtmalerin, die ein wenig Montmartre-Stimmung nach Wegberg brachte, fanden sich nur wenige Kunden ein. Einsam arbeitete die Glasgraveurin. Die Händler hatten alle Hände voll zu tun, Abdeckplanen aufzulegen, damit Tischdecken, Fanartikel, Kleidung und Schmuckstücke trocken blieben.

Am Sonntag – endlich – hatte der Wettergott ein Einsehen. Schnell füllte sich die Innenstadt. „Comanchi“, eine Wild-West-Kinderanimation, hatte die kleinen Indianerzelte in Rathausnähe aufgeschlagen. Bogenschießen war der Renner, gefolgt von Lasso werfen und Angelspiel. Aber auch „Goldbarren stapeln“ und „Kaktusringwurf“ fanden durchaus Anhänger. Kinder standen im Mittelpunkt des Marktgeschehens, verkauften auf dem Kindertrödelmarkt alte „Schätze“ und ließen sich vom Zauberer Brik in die Welt der Magie entführen. Fröhlicher Kinderlärm herrschte rund um die beiden farbenfrohen Karusselle, kleine Warteschlangen bildeten sich beim Enten-Angeln. Popcorn und Lebkuchenherzen, Grillwurst und Getränkestand, Zuckerwatte und Pizza – alles, was einen Markt zum Vergnügen macht, war vorhanden. Ab Mittag öffneten dann auch die Einzelhandelsgeschäfte in der Fußgängerzone zum verkaufsoffenen Sonntag.

Ein kleines Jubiläum feierte die Gruppe „Westen im Wandel“ mit Lesungen und Aktionen. Seit einem Jahr ist die „Bücherkiste“ am Rathausplatz ein beliebter Anlaufpunkt für Leseratten und Bücherwürmer.

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