Regen verschafft Spray-Künstlern zunächst kreative Pause

Von: anna
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Die Teilnehmer des Graffiti-Aktionstags freuten sich, nach dem Unwetter am Samstagvormittag ihre Spray-Kunst doch noch auf die Wand unweit des Dremmener Bahnhofs bringen zu können. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Dremmen. „An die Dose, fertig, los!“ sollte es am Samstagmorgen am künftigen Dremmener Bahnhof heißen. Gleich hinter dem Bahnsteig wollten junge Spray-Künstler aus der Region die 66 Meter lange Wand eines Gebäudes der Holzhandlung Lowis mit Graffitis gestalten.

Sie alle waren Teilnehmer eines gemeinsamen Projekts des Jugendcafés „LoonyDay“ und des städtischen Jugendamts, das gleich von mehreren Sponsoren gefördert wurde.

Aber erst einmal ging gar nichts. „Einige von uns waren sogar schon früher da gewesen, um die Dosen zu verteilen“, erzählt Andreas Valiotis, der die Aktion als versierter Sprayer zusammen mit Martin Heinrichs betreute. Das Unwetter mit regelrechtem Platzregen machte den jungen Künstlern, die darauf brannten, ihre Ideen auf die Wand zu sprühen, danach allerdings erst einmal einen Strich durch die Rechnung. Ihnen blieb als vorläufige Bleibe nur der Fahrradunterstand am Bahnhof.

Von dort „checkte“ Valiotis das Wetter mit der „hochmodernen Wetter-App“ auf seinem Handy, und so konnten die Sprüher kurz nach Mittag doch noch ans Werk gehen. Am frühen Abend waren einige der Werke schon fast fertig. Mehrere Graffiti-Maler hatten die stilisierten Schriftzüge mit ihren Künstlernamen großformatig auf 6,60 Breite und 2,50 Höhe auf der Wand verewigt. „Royal“ steht jetzt da in königlichen Blautönen zu lesen, ebenso wie Ozan, Aztek oder Ryker. Andere sprühten Worte auf die Wand, die ihnen einfach gefielen, wie „Tape“ oder „Proud“.

Aber auch Figürliches gibt es jetzt am Dremmener Bahnhof zu entdecken, etwa die Figur von „Boba Fett“ aus dem Heldenepos Star Wars oder eine an eine Comic-Figur erinnernde Hexe, die ihren Zauberstab hält und der gerade eine Flasche mit giftig-grüner Flüssigkeit aus der anderen Hand fällt. Ein Frauenporträt großformatig vom Foto auf die Wand übertragen wollte Valiotis. Er allerdings war am Aktionstag noch nicht so weit gekommen, wie er eigentlich wollte.

Viel Organisatorisches, Gespräche mit den anderen Künstlern und nicht zuletzt die verzweifelte Suche nach seiner Sonnenbrille hatten ihn von seiner Sprühkunst abgehalten. Das war für ihn allerdings kein Problem. Er machte sich am Sonntag noch einmal auf an den Dremmener Bahnhof, um auch sein Werk zu vollenden. Oberhalb der 2,50 Meter hohen Graffiti-Kunst soll die Wand jetzt mit Holz verkleidet werden und dem Bahnhof so ein ebenso individuelles wie eindrucksvolles Aussehen verleihen.

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