Wassenberg - „Recke alten Schlages“ feiert Eisernes Priesterjubiläum

„Recke alten Schlages“ feiert Eisernes Priesterjubiläum

Von: Anna Petra Thomas
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Strahlender Sonnenschein begleiteten Pfarrer in Ruhe Josef Heinrichs (links), Pfarrer Thomas Wieners (rechts) und die Messdiener zum Gottesdienst anlässlich des Priesterjubiläums. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg. Gerade 91 Jahre alt geworden, hat Pfarrer in Ruhe Josef Heinrichs in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt in der Wassenberger Oberstadt sein Eisernes Priesterjubiläum gefeiert.

13 seien sie damals gewesen, als Bischof Johannes Joseph van der Velden sie am 8. März 1952 im Dom zu Aachen zum Priester geweiht habe, erinnert sich der rührige Seelsorger im Gespräch mit unserer Zeitung. Und ihn mitgerechnet, würden nur noch drei leben.

An wirklichen Ruhestand denkt Heinrichs jedoch auch weiterhin noch nicht, selbst wenn er nicht mehr so gut gehen könne, erklärt er und zeigt auf seinen Gehstock. „Auch mein Auto habe ich im November abgegeben“, sagt er. Dennoch feiert er auch weiterhin die beiden Gottesdienste an den Wochentagen in der Oberstadt. Bis vor zwei Jahren war er noch in den normalen Gottesdienstplan der Pfarrei St. Marien Wassenberg eingebunden.

So wollte er dann aus Anlass der heiligen Messe zu seinem Jubiläum nicht auf einen großen Einzug in die Kirche verzichten, bei dem ihn sein Gehstock und Pfarrer Thomas Wieners gut stützten. „Lieber Josef“, begrüßte ihn Wieners dann auch sehr herzlich zum Gottesdienst und zur Feier eines „ganz seltenen Ereignisses“, wie er betonte. Ein solches Jubiläum feiern zu dürfen, sei eine „besondere Gnade“. „Für mich bis Du ein echter Recke alten Schlages“, charakterisierte Wieners seinen in Straeten geborenen Mitbruder.

Er erinnerte dabei auch daran, dass Heinrichs noch zu den Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges gehört und damals als Soldat Dienst tun musste. „Komm gut heim“ heißt das Buch, das er über seine Erlebnisse im Krieg geschrieben hat.

Stationen seines Wirkens waren Düren, Kempen und Krefeld, bevor er nach Schafhausen und damit in die Heimatregion zurückkehrte. Hier gehörte er zu den Gründern des Bläserchors St. Donatus. Weiter ging es nach Mönchengladbach-Bettrath und Brüggen. 19 Jahre lang leitete Heinrichs dort bis zu seiner Verabschiedung in den offiziellen Ruhestand die Pfarrei St. Peter im Ortsteil Born. Für sein Engagement in der Gemeinde wurde ihm deren Ehrenplakette zuteil.

Seit 17 Jahren lebt Heinrichs nun inzwischen jedoch schon in Wassenberg, das er sich für seinen Altersruhesitz auserkoren hat. So freute sich Heinrichs natürlich sehr, dass auch Schützen aus Born am Gottesdienst teilnahmen. Er sei sehr dankbar, dass er in seinem hohen Alter noch das Eiserne Priesterjubiläum feiern dürfe, erklärte er den Gläubigen.

Fest im Pfarrheim

Wie in den Sakramenten, so sei die Gnade Gottes auch in einem Priester in besonderer Weise erfahrbar, betonte Wieners in seiner Predigt. Dafür brauche es jedoch den Glauben. „Feiern wir heute die Gnade für Josef Heinrichs“, sagte er.

Nach dem Gottesdienst wurde dann auch im angrenzenden Pfarrheim noch gefeiert, wo Georg Bienen dem Priester stellvertretend für die Pfarrei St. Marien für sein Wirken in Wassenberg herzlich dankte.

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