Raub in Hückelhoven nur einer von vielen?

Von: ah
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Hückelhoven. Am 12. März gegen 9.40 Uhr ist die Sparkasse an der Erkelenzer Straße in Kleingladbach überfallen worden. Der Täter war mit Bargeld entkommen.

 Es sieht so aus, als habe der Mann nicht nur den Überfall in Kleingladbach begangen, sondern mindestens 16 weitere in ganz Deutschland, elf dieser 16 in NRW, teils auch ganz in der Nähe, in Mönchengladbach oder Viersen. Das jedenfalls ist das Ergebnis der Zusammenführung der Ermittlungen bei diesen Überfällen. Bei der Polizei im Rhein-Kreis-Neuss ist deswegen die Ermittlungs-Kommission „Brille“ eingerichtet worden. Der Name rührt daher, dass der Täter zwar verschiedene Verkleidungen benutzte, aber fast immer eine auffällige dicke Brille mit dunklem Gestell trug.

Seine Vorgehensweise ist immer ähnlich: Er tritt unauffällig an den Bankschalter heran und verlangt mit leiser Stimme die Herausgabe von Bargeld – oder zeigt dem Mitarbeiter ein Schreiben mit dieser Forderung. Mehrfach hatte er bei den Taten eine Pistole dabei. Bei den letzten beiden in der vergangenen Woche sprechen die Zeugen von einer Handgranate oder einem ähnlichen Gegenstand.

Er geht dabei so unauffällig und ruhig vor, dass weitere Mitarbeiter oder Kunden den Überfall nicht bemerken. Die Auswertung der Überwachungskameras und der Zeugenaussagen hat ergeben, dass der Mann etwa 25 bis 35 Jahre alt und 1,70 bis 1,75 Meter groß sein muss. Er hat einen hellen Teint und ist möglicherweise Linkshänder – denn mit dieser Hand hält er die Pistole. Zu Haarfarbe oder Frisur gibt es aufgrund der Maskierung keine Aussage.

Nach Polizeiangaben hat er „mehrere 10 000 Euro“ erbeutet. Die Summe der für seine Ergreifung ausgesetzten Belohnungen beläuft sich auf 29 000 Euro. Die Polizei sucht Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können. Die Ermittlungskommission „Brille“ ist bei der Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss unter Telefon 02131-3000 zu erreichen.

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