Aachen/Heinsberg - Randerath: Gericht überprüft Überwachung von Sex-Täter

Randerath: Gericht überprüft Überwachung von Sex-Täter

Von: dapd-nrw
Letzte Aktualisierung:
Randerath - Sexualtäter bleibt auf freiem Fuß
Der verurteilte Sexualstraftäters Karl D. wird observiert. Foto: dpa

Aachen/Heinsberg. Das Verwaltungsgericht Aachen will Ende Januar (24. Januar) die Frage klären, ob vorbestrafte Schwerverbrecher von der Polizei nach ihrer Haftentlassung überwacht werden dürfen oder nicht.

Anlass ist der Fall des Karl D., der bei seinem Bruder in Heinsberg-Randerath lebt. Dort hatte es nach dem Einzug erhebliche Proteste von Seiten der Bevölkerung gegeben. So hatte eine Bürgerinitiative täglich am Wohnort des vorbestraften Kinderschänders eine Mahnwache abgehalten. Der Landrat im Kreis Heinsberg hatte zuvor die Bevölkerung vor dem Mann gewarnt und die Polizei angewiesen, ihn zu observieren.

Die Staatsanwaltschaft hatte vergeblich versucht, für den Mann eine nachträgliche Sicherungsverwahrung zu erwirken.

Gegen die Observation richtet sich nun die Klage des Bruders des entlassenen Sexualstraftäters. Er hält die Überwachung für rechtswidrig, sein Leben und das seiner Familie sei durch die Maßnahmen total beeinträchtigt worden. Bereits im März 2010 hatte er einen vorläufigen Rechtsschutz und das Ende der Polizeimaßnahmen beantragt, war damit jedoch vor Gericht gescheitert. Jetzt soll am 24. Januar ausführlich über den Fall verhandelt werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert