Erkelenz - Ralf Schmitz ist ganz „aus dem Häuschen“

Ralf Schmitz ist ganz „aus dem Häuschen“

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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In der Erkelenzer Stadthalle stand Comedian Ralf Schmitz mit dem neuen Programm „Aus dem Häuschen“ auf der Bühne.

Erkelenz. Einen Leckerbissen gab es für Freunde des Schenkelklopfer-Humors in der Erkelenzer Stadthalle: Der Kölner Comedian Ralf Schmitz gab sich mit der Preview seines neuen Programms „Aus dem Häuschen“ ein Stelldichein.

Eine Preview ist eine Art Vorpremiere, bei der der Künstler auch testet, ob seine Gags wirken – und wenn, dann wie.

Thematisch hat sich Schmitz, den man aus Funk und Fernsehen kennt, dem Thema „Renovierung und Umzug“ angenommen. Sagte er zumindest. Und die Bühne sah auch ein bisschen danach aus: Umzugskartons, ein Klo und diverser Krimskrams, der bei Umzügen so anfällt, bildeten das Bühnenbild, das von einer Art elektrifiziertem Baugerüst eingerahmt war. In der Mitte hing eine große Leinwand, denn ohne Kamera kann Herr Schmitz scheinbar nicht richtig aus sich herauskommen. Mit kann er aber. Und er tat es auch.

Fast die gesamte erste Hälfte seines Programms tat er, was man aus dem Fernsehen kennt. Er nahm Leute aus dem Publikum auf die Schippe, plärrte ihnen nach Fragen in die Antworten und führte sie vor, so gut er konnte. „Du guckst so schön brummig“, kommentierte er seine Wahl, die auf Josef fiel. Der kam aus Waldfeucht, worüber sich Schmitz fast bis zur Besinnungslosigkeit zu amüsieren schien. „Waldfeucht! Und ich dachte, das wäre ein Schimpfwort“, fiel er Josef ins Wort.

Und als sich noch herausstellte, dass er Holländer ist, war es fast völlig geschehen um den hibbelig hin und her titschenden Schmitz. Sein Konzertveranstalter Meyer aus Aachen nennt das „lebendig gewordene Starkstrombatterie auf zwei Beinen“. Das Programm ist fernsehtauglich. Es werden lustige Fotos aus dem Netz gezeigt, die Schmitz dann lustig kommentiert und sich über seine eigenen Kommentare kaputtlacht.

Man sah: Der Mann hat Spaß. Von einem Programm im eigentlichen Sinne konnte man über weite Strecken nicht sprechen. Dafür gab es Handwerkerweisheiten, die nahezu jeder mitsprechen konnte. „Nach ganz fest kommt ganz lose“ oder „Den Rest bringt der Putz“. Da lacht man gerne kennend mit und hofft, bei der nächsten Publikumsrunde verschont zu bleiben. Schmitz in Hochform – wer es mag, der ist bestens aufgehoben bei „Aus dem Häuschen“. Im Fernsehen hat man allerdings Werbepausen, um mal aufs Klo zu gehen. Und man wird nicht alle Backe lang zur Belustigung aller vorgeführt.

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