Raiffeisenbank zieht Bilanz: Jahr mit Bravour gemeistert

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Heinsberg. Die Raiffeisenbank Heinsberg konnte bei ihrer Vertreterversammlung in der Stadthalle vor vollem Hause eine positive Geschäftsentwicklung verkünden. Nach der Begrüßung der Vertreter durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Krückel verwies Vorstandsmitglied Thomas Giessing darauf, dass die Raiffeisenbank Heinsberg das abgelaufene Geschäftsjahr erneut mit Bravour gemeistert habe.

Auf Unverständnis stieß bei Giessing die politische Regulierung: „Politik, Aufseher und Banken haben aus der Krise zu Recht den Schluss gezogen, dass sich der Finanzsektor und seine Spielregeln verändern müssen. Doch wen treffen die neuen Regeln am härtesten? Es sind Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie die Sparkassen.“ Es treffe also die Falschen. Diejenigen, die sich in den vergangenen Jahren als Stabilitätsanker erwiesen hätten. „Diejenigen, die keine Staatshilfe benötigt haben. Diejenigen, die keine Milliarden verzockt haben“, so Giessing.

Trotz des Vormarsches von Internet und Onlinebanking werde den Filialen und der Präsenz vor Ort nach wie vor hohe Priorität eingeräumt, hieß es bei der Vertreterversammlung. „Wir haben aus unserer Waldenrather Filiale, die noch den Charme der 70er Jahre hatte, eine hochmoderne Filiale mit modernsten Sicherheitseinrichtungen geschaffen. In Gangelt haben wir in unser Kompetenzzentrum investiert, um vier modern ausgestatte Beratungsräume zu schaffen. Mit diesen Umbauten haben wir erneut signalisiert, dass wir uns zu unseren 22 Standorten bekennen“, so Thomas Giessing.

Vorstandskollege Klaus-Dieter Kroll übernahm bei der Vertreterversammlung die Aufgabe, den Vertretern den Jahresabschluss 2013 vorzutragen. Er hob hervor, dass sich das konservative, nachhaltige Geschäftsmodell der Raiffeisenbank Heinsberg in den turbulenten Zeiten der Finanz- und Schuldenkrise erneut bewährt habe. Die genossenschaftliche Bankengruppe sei die einzige Gruppe, die keine Staatshilfe in Anspruch genommen habe.

So habe die Raiffeisenbank Heinsberg auch 2013 die regionale Wirtschaft immer mit ausreichend Liquidität versorgt und sei ihrem genossenschaftlichen Förderauftrag nachgekommen. Kroll erläuterte die markanten Zahlen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Zum 31. Dezember 2013 betrug die Bilanzsumme 850 Millionen Euro. Sie verringerte sich gegenüber dem Vorjahr durch Rückzahlung von Refinanzierungsmitteln um 2,5 Prozent oder rund 21 Millionen Euro. Die Gesamtausleihungen erreichten Ende 2013 insgesamt 493 Millionen Euro und stiegen damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Millionen Euro an.

Das Kundenverhalten bei den Kapitalanlagen erläuterte Klaus-Dieter Kroll: „Insgesamt verzeichneten die bilanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden einen Zuwachs von zwei Millionen Euro. Auf Grund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus bevorzugten unsere Kunden dabei erneut die täglich fälligen Einlagen. Diese stiegen um 21 Millionen auf nunmehr 231 Millionen Euro. Die befristeten Einlagen gingen um 15 Millionen auf 36 Millionen Euro zurück, die Spareinlagen verringerten sich um 4 Millionen Euro auf 357 Millionen Euro. Insgesamt beläuft sich die Position auf 625 Millionen Euro.“

Bei den Verbundunternehmen unterhalten die Kunden der Raiffeisenbank Heinsberg Geldvermögen in Höhe von 405 Millionen Euro. Insgesamt beträgt das verwaltete Kundengesamtvolumen damit 1,7 Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund des schwierigen Marktumfeldes konnte der Zinsüberschuss um 700.000 Euro auf knapp 23 Millionen Euro gesteigert und der Provisionsüberschuss gehalten werden. Die Verwaltungskosten waren mit 16,7 Millionen Euro leicht rückläufig. Der Bilanzgewinn betrug 2,6 Millionen Euro. An die Mitglieder zahlt die Bank wieder eine Dividende in Höhe von sechs Prozent.

12.623 Mitglieder

Ihre Eigenmittel konnte die Raiffeisenbank aus dem guten Betriebsergebnis insgesamt um 6,6 Millionen Euro aufstocken und weist damit, im Vergleich zu gleich großen Genossenschaftsbanken, eine überdurchschnittliche Eigenmittelausstattung aus und ist für die hohen aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalanforderungen gemäß Basel III bestens aufgestellt.

Die Anzahl der Mitglieder der Raiffeisenbank Heinsberg betrug zum Jahresende 12.623 Mitglieder, davon 878 Neumitglieder. Mit Blick auf die aktuelle wirtschaftliche Situation schätzte Kroll auch die Zukunftsaussichten der Bank ein. Im Bereich der Gesamtkundeneinlagen und bei den Krediten erwartet er eine leichte Steigerung. Auf Grundlage der Zinsprognose wird ein sinkendes, aber noch zufriedenstellenden Zinsergebnis erwartet.

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