Raiffeisenbank: Erfolgreiches Jahr in schwieriger Zeit

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Erkelenz. Die Führungsspitze der Raiffeisenbank Erkelenz hat bei der Vertreterversammlung in der Stadthalle in Erkelenz das vergangene Jahr Revue passieren lassen.

Vor 118 Vertretern, 34 Gästen und 57 Mitarbeitern der Bank hat die Führungsspitze eine Bilanz zum abgelaufenen Jahr gezogen.

„Das politische und wirtschaftliche Umfeld ist für die genossen-schaftlichen Banken nach wie vor extrem ungünstig. Man kann mit Fug und Recht von einem vehementen Angriff auf die Rechtsform und das Geschäftsmodell der Volks- und Raiffeisenbanken in Europa reden“, sagte Vorstand Walter Steinbusch in seinem Bericht über das Geschäftsjahr 2016. „Vier Trends sind dabei aus unserer Sicht maßgeblich: anhaltende Niedrigzinsen, Digitalisierung der Gesellschaft, die Entwicklung der Demografie und die zunehmenden Anforderungen der Regulatorik bei Banken ohne die notwendige Differenzierung zwischen regional agierenden Raiffeisenbanken auf der einen Seite und globalen Geschäftsbanken auf der anderen Seite in ausreichendem Maße zu berücksichtigen“, sagte er. „Bei uns hat dies zu erheblichen Mehrbelastungen und Mehrkosten geführt. Darüber hinaus drückt das anhaltende, künstlich herbeigeführte niedrige Zinsniveau permanent den Zinsüberschuss der Raiffeisenbanken, der die wichtigste Ertragsgröße darstellt“, so Steinbusch weiter.

Ein Resultat dieser Entwicklung sind zunehmende Fusionen bei den Genossenschaftsbanken. Weiterentwickelt habe sich auch durch Fusionen der genossenschaftliche Oberbau, zuletzt durch den Zusammenschluss der Zentralbanken WGZ Bank Düsseldorf und der DZ-Bank Frankfurt.

Diesen Weg hat im Geschäftsjahr 2016 auch die Raiffeisenbank Erkelenz beschritten, als man mit der Nachbargenossenschaft VR-Bank Rur-Wurm fusionierte. „Unsere Erwartungen, dass hier zwei ähnlich strukturierte Partner erfolgreich zusammenwachsen können und gemeinsam stärker sind als zuvor, haben sich voll erfüllt. Trotz aller Widrigkeiten sind wir nach wie vor in unserer Region eng verwurzelt und stehen mit 18 Filialen in kleinen Ortschaften für Kundennähe und solide Bankdienstleistungen vor Ort“, sagte Steinbusch.

Die Bank betreut mit 121 Bankmitarbeitern in ihrem Geschäftsgebiet rund 27.000 Kunden. Sie hat 12.000 Anteilseigner und verwaltet eine Bilanzsumme von 414 Millionen Euro. Im Jahr 2016 konnten nach Angaben der Bank 91.000 Euro für gemeinnützige Zwecke, Institutionen und Vereinen gespendet werden. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen und einem weiter gesunkenen Zinsüberschuss konnte die Raiffeisenbank Erkelenz ihren Eigentümern für 2016 positive Zahlen präsentieren. So wurde das Eigenkapital weiter gestärkt und die Mitglieder erhalten eine Dividende von 4,5 Prozent.

Die Vertreter stimmten dem Jahresabschluss und der Gewinnverwendung einstimmig zu. Ebenso genehmigte die Versammlung die geplante Satzungsänderung, mit der sich die Bank das Geschäftsfeld Erstellung und Vermietung von Immobilien im Geschäftsgebiet als weitere Ertragsquelle erschließen will.

Mit einem Gastvortrag zum Thema „Fondsmanagement in einem zunehmend komplexen Kapitalmarktumfeld“ endete die Vertreterversammlung.

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