Aachen - Prozess um illegalen Handel mit Schildkröten

Prozess um illegalen Handel mit Schildkröten

Von: wos
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der Tiergroßhändler Norbert L. (45) aus Heinsberg steht seit Dienstag mit drei weiteren Angeklagten vor dem Aachener Landgericht.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, zwischen 2002 und 2006 mit mehr als 1300 vom Aussterben bedrohten Schildkröten gehandelt zu haben.

Ein mitangeklagter Angestellter des inzwischen aufgelösten Reptiliengroßhandels „Eurozoo” in Heinsberg soll ihm dabei ebenso geholfen haben, wie ein promovierter Biologe der Kreisverwaltung Heinsberg und ein inzwischen pensionierter Beamter aus der dortigen Genehmigungsbehörde. L. soll in Slowenien zwischen zehn und 20 Zentimeter große Tiere gekauft haben, die nicht aus einer erlaubten Nachzucht, sondern aus verbotenen Wildfängen stammten.

Für bestimmte Tiere, die er in Deutschland, Belgien, Österreich, Holland und England verkaufte, wurden Preise bis zu 400 Euro erzielt. Für den Verkauf waren Bescheinigungen nötig, die der Kreis Heinsberg ausstellte. Sie sollen wissentlich falsch gewesen sein. Die Angeklagten haben sich nicht zu den Vorwürfen geäußert.
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