Wegberg/Mönchengladbach - Prozess: Strittig ist noch, wie es zu dem Feuer kam

Prozess: Strittig ist noch, wie es zu dem Feuer kam

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:

Wegberg/Mönchengladbach. Vor dem Landgericht Mönchengladbach ist am Freitag der Prozess gegen Stefan D. fortgesetzt worden. Ihm wird vorgeworfen, seine damalige Lebensgefährtin in der Nacht zum 20. November vergangenen Jahres umgebracht zu haben.

Danach soll er das Haus im Wegberger Ortsteil Kipshoven, in dem sie gemeinsam wohnten, angezündet haben.

Am Freitag sagte eine Psychiaterin aus, dass es keine Hinweise auf eine verminderte Schuldfähigkeit von Stefan D. gebe. Der Angeklagte hatte im Verlauf des Prozesses bereits zugegeben, seine Lebensgefährtin umgebracht zu haben. Er soll sie, so die Staatsanwaltschaft, zuerst geschlagen und gewürgt und ihr dann mit einem 30 Zentimeter langen Küchenmesser die Kehle durchgeschnitten haben, woran sie gestorben sein soll. Die Staatsanwaltschaft wirft Stefan D. Totschlag und besonders schwere Brandstiftung vor.

Strittig ist aber, wie es zu dem Feuer gekommen ist. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Stefan D. die bereits tote Frau ausgezogen hat, sie dann ins Bett legte, unter das er sieben Propangasflaschen stellte. Er habe dann das Bettzeug angezündet, wodurch die Leiche verbrannte und das Haus unbewohnbar wurde. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft habe er das Feuer gelegt, um die Spuren seiner Tat zu verwischen.

Urteil für Montag erwartet

D. sagte allerdings, dass die Gasflaschen nur zufällig dort gestanden hätten. Und dass ihm möglicherweise eine Zigarettenkippe heruntergefallen sei, die den Brand ausgelöst haben könnte. Ob das Feuer nun vorsätzlich oder fahrlässig entzündet wurde, konnte auch ein Brandsachverständiger nicht feststellen. „Es ist unklar, ob das Feuer absichtlich oder fahrlässig entzündet wurde. Klar ist nur, dass es keine technische Ursache für den Brand gab“, sagte Raimond Röttger, Sprecher des Landgerichts.

Der Prozess könnte am Montag zu Ende gehen. Dann sollen die Plädoyers von Anklage und Verteidigung gehalten werden, und das Gericht könnte dann auch ein Urteil sprechen.

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