Heinsberg - Projekt: Neue Perspektiven im Stationsteam

Projekt: Neue Perspektiven im Stationsteam

Von: red
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Betten machen, Essen austeilen: Das ESF-Bundesprogramm bringt Langzeitarbeitslose wieder in den Job – etwa im Krankenhaus. Foto: imago/Blickwinkel
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Das freut (v.l.) auch Kathrin Rudat (Projektteilnehmerin), Melissa Fedderke (Jobcoach ESF-Jobcenter), Hans-Josef Jöris (Stationsleitung Krankenhaus Heinsberg), Christian Trox (Geschäftsführer Jobcenter), Heinz-Gerd Schröders (Geschäftsführer Krankenhaus) und Hans-Willi Jäger (Personalleiter Krankenhaus). Foto: imago/Blickwinkel

Heinsberg. Auf einmal ging es dann doch ziemlich schnell. Nach langer Zeit der Arbeitslosigkeit hieß es für sechs Frauen, ab sofort wieder eine feste Arbeitsstelle zu haben – im Heinsberger Krankenhaus dank eines speziellen Programms gegen Langzeitarbeitslosigkeit.

Besonders Kathrin Rudat freut sich sehr darüber und kann ihr Glück kaum fassen. Da sie alleinerziehend ist und ein Kind im Haushalt versorgt, gestaltete sich die Arbeitssuche aufgrund der fehlenden zeitlichen Flexibilität schwierig. Darüber hinaus erschwerte fehlende Mobilität ihre Arbeitssuche zusätzlich. Unter diesen Bedingungen war Langzeitarbeitslosigkeit programmiert.

Doch Kathrin Rudat lernte mit der Aufnahme in das ESF-Bundesprogramm (Europäischer Sozialfonds für Deutschland) zur Integration Langzeitarbeitsloser Katrin Schmitz vom Jobcenter kennen. Ziel des Projektes ist es, schnellstmöglich eine Beschäftigung oder Ausbildung für die Teilnehmer zu realisieren. In persönlichen Gesprächen mit den Projektteilnehmern werden der berufliche Werdegang festgehalten sowie Kenntnisse und Fertigkeiten ermittelt; zudem werden gemeinsam passende Stellenangebote gesucht.

Christian Trox, Geschäftsführer des Jobcenters: „Bei Kathrin Rudat stellte sich während des Beratungsgespräches heraus, dass sie durch die Betreuung ihrer Kinder und der selbstständigen Haushaltsführung für eine Stelle in der Hauswirtschaft geeignet wäre.“

Katrin Schmitz stellte den Kontakt zu Hans-Willi Jäger, Personalleiter des Krankenhauses Heinsberg, her. Dieses suchte mehrere Servicekräfte zur Entlastung und Unterstützung des Pflegepersonals für den Stationsbereich. Im Vorstellungsgespräch überzeugte Kathrin Rudat mit ihren Kenntnissen und ihrer Motivation, so dass sie anschließend einen Arbeitsvertrag als Stationsservicekraft erhielt.

Mittlerweile hat das Jobcenter Kreis Heinsberg bereits sechs Langzeitarbeitslose über diesen Weg an das Krankenhaus Heinsberg vermittelt. Nun gehören Essen austeilen, Betten neu beziehen, beim Ankleiden helfen sowie weitere Arbeiten zu deren täglichen Aufgaben.

Heinz-Gerd Schröders, Geschäftsführer des Krankenhauses: „Die Vermittlung unserer neuen Kolleginnen lief seitens des Jobcenters sehr problemlos. Ihre Einarbeitung gestaltete sich ebenso glücklich. So wurden sie sehr schnell ein wichtiger und fester Bestandteils unseres Stationsteams, was sowohl unseren Patienten als auch unseren Pflegekräften zugutekommt.“

Der Jobcenter-Geschäftsführer Christian Trox freut sich über den Erfolg des ESF-Bundesprogramms im Kreis Heinsberg: „Durch die positive Resonanz vieler Arbeitgeber im Kreis – wie insbesondere dem Krankenhaus Heinsberg – konnten wir bereits mehr Langzeitarbeitslosen eine neue Perspektive geben als ursprünglich erwartet. Ich hoffe, dass dieser Trend auch im neuen Jahr anhält.“

Betriebsakquisiteure, die speziell für dieses Projekt tätig sind, weisen regionale Betriebe gezielt auf das Bundesprogramm hin und informieren über individuelle Fördermöglichkeiten bei Einstellung von Langzeitarbeitslosen. „Sobald eine Stelle an das Projektteam gemeldet wird, suchen meine Kollegen und ich gezielt nach passenden Bewerbern“, sagt Katrin Schmitz.

Das Besondere am ESF-Bundesprogramm sei das Coaching nach der Arbeitsaufnahme, um eine nachhaltige und dauerhafte Eingliederung in das Berufsleben zu sichern. In regelmäßigen Abständen werden die Teilnehmer am Arbeitsplatz vor Ort besucht und unterstützt, damit das Projekt langfristig Erfolg hat.

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