Projekt: „Mühlen ohne Grenzen“ erwandern

Von: mb
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Neues Kartenmaterial: Die Grenzkommunen wollen damit den Tourismus stärken. Foto: Monika Baltes

Wegberg/Leudal. Das Wandern ist des Müllers Lust. Und in Anbetracht der Vielzahl von Mühlen in den Gemeindegebieten von Wegberg auf deutscher und Leudal auf niederländischer Seite ist es sicher ratsam, auf eine gute Karte zurückzugreifen, um keines der Schmuckstücke zu verpassen.

Voller Stolz stellten der Wegberger Bürgermeister Michael Stock der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Leudal, Arno Walraven, die neue Wander- und Radwanderkarte „Mühlen ohne Grenzen“ vor. Selbstverständlich war für diesen Anlass in eine Mühle gewählt worden, die Dalheimer Mühle, abseits im Wald nahe der holländischen Grenze gelegen.

Seit 2012 gibt es das gemeinsame grenzüberschreitende Tourismusprojekt zum Thema Wind- und Wassermühlen. 14 Wassermühlen in Wegberg (davon sechs gastronomisch genutzt) sowie fünf Windmühlen und sieben Wassermühlen in Leudal werden mit Unterstützung der Euregio Rhein-Maas-Nord im Rahmen eines Interreg-Projektes Deutschland-Nederland als Naherholungsziel gemeinsam touristisch vermarktet.

Alles zweisprachig

Mit Zahlen, Daten und Fakten warteten die Projektleiter Ulrich Lambertz und Vic Pennigs auf, sie berichteten von freundschaftlicher Zusammenarbeit, von Herausforderungen und Möglichkeiten. Nicht weit entfernt von den Großstädten des Ruhrgebietes und den Maasmetropolen könnten, wenn man eine etwa einstündige Autofahrt zugrunde lege, zehn Millionen Menschen auf diesen prägenden Bestandteil der Kulturlandschaft aufmerksam gemacht werden.

„Bis jetzt war alles Theorie“, schmunzelte Manfred Vits, Stadtmarketing Wegberg, und geriet prompt ins Schwärmen. Zusammen mit Karl Küppers, dem Stadtführer der Stadt Wegberg, und, wie Vits betonte, „einem absoluten Mühlenexperten“, hatte er sich auf den Weg gemacht und beide Routen dem Praxistest unterzogen. Die Wanderroute von insgesamt 174 Kilometern führt vorbei an 43 Wind- und Wassermühlen, die 184 Kilometer lange Fahrradroute kommt sogar an 46 Mühlen in den Gemeinden Wegberg, Niederkrüchten, Brüggen, Roerdalen, Maasgouw, Kinrooi, Leudal, Peel en Maas und Beesel vorbei.

Die Wege führen durch ausgedehnte Wälder und offene Feldfluren, an kleinen Bächen und der Maas vorbei, durch schöne Natur und gemütliche Dörfer. Die Rückseiten der Karten bieten neben kurzen zweisprachigen Beschreibungen der Mühlen auch Informationen zu Restaurants, Cafés und Hotels direkt an der Route.

Bereits im Herbst vergangenen Jahres war im Rahmen der Zusammenarbeit die ebenfalls zweisprachige Mühlenbroschüre „Mühlen ohne Grenzen“ vorgestellt worden, die alle wichtigen Informationen zu den einzelnen Mühlen zusammenfasst: Geschichte, Daten, Besonderheiten und Öffnungszeiten. Über den abgedruckten QR-Code sind per Handy weitergehende Ausführungen abrufbar.

Gleichzeitig ging die Internetseite www.wegbergermuehlen-leudalmolens.eu dreisprachig an den Start. Von „angenehmer Überraschung“, sprach Heiko Sonntag, verantwortlich für die Internetseite, der auf rund 800 Nutzer monatlich verwies. Ab Mai werden die Wander- und die Radwanderkarte auch als GPS-Tracks für Navigationsgeräte zur Verfügung stehen.

Radwanderkarte, Wanderkarte und Broschüre sind kostenlos in den Mühlen, bei der Stadt Wegberg und der Gemeinde Leudal sowie in Touristik-Büros erhältlich.

Das auf drei Jahre befristete Interreg-Projekt zu „Mühlen ohne Grenzen“ endet damit. „Aber unsere Zusammenarbeit geht weiter“, versprach Lambertz. Das bekräftigte auch sein niederländischer Kollege Vic Pennigs: „Das Projekt ist zu Ende, die Freundschaft bleibt.“

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