„Projekt Lebensblume“: Ein Container randvoll mit echter Hilfe

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Nach monatelangem Sammeln, nach unzähligen Stunden der Vorbereitung und Verwaltungsarbeit können Mitglieder und Unterstützer des Vereins „Projekt Lebensblume“ nun endlich den Container mit den Sachspenden und Hilfsgütern beladen und auf seine lange Reise schicken.

Heinsberg. Die Tür des großen Frachtcontainers schließt sich. Während die noch verschwitzten Helfer einen letzten Blick auf das 40 Fuß lange Ungetüm werfen, wird klar: Der große Einsatz hat sich gelohnt. Nach monatelangem Sammeln, nach unzähligen Stunden der Vorbereitung und Verwaltungsarbeit können Mitglieder und Unterstützer des Vereins „Projekt Lebensblume“ nun endlich den Container mit den Sachspenden und Hilfsgütern auf seine lange Reise schicken.

Nach Kenia soll sie gehen, in das „Darad Education-Centre“ in Ukunda. „Die Hilfsgüter werden zur Ausstattung der Schule, zur Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten und der Lebensumstände der Schüler und deren bedürftige Familien dringend benötigt“, erklärt Josi Küsters, Vereinsmitglied aus Waldfeucht-Bocket.

Das Education-Centre ist ein Bildungs- und Sozialzentrum für 230 Kinder aus einer Wohngegend, die eher einem Slum als einer Wohnsiedlung ähnelt. Das Bildungszentrum verfügt über eine Schule für die Klassen eins bis acht und einen Kindergarten. Zudem gibt es ein Bildungszentrum für Erwachsene und ein Sozialzentrum.

Dass es dieses Zentrum in Ukunda gibt, verdanken die Kinder der ehemaligen Haarener Zahnärztin Christina Missong. Sie gründete das Bildungszentrum im Jahr 2007 und betreute das Projekt auch in diesem Jahr wieder sechs Monate vor Ort. Unterstützt wurde sie dabei von 24 Volontären, von denen neun aus dem Kreisgebiet Heinsberg stammten.

Auf die Reise nach Kenia geschickt haben die Vereinsmitglieder unter anderem englische Bücher zum Aufbau einer Bibliothek, damit die Schüler und auch die Eltern die Chance erhalten, außerhalb des Unterrichtes ihre Lese– und Schreibkenntnisse zu erweitern.

Zudem hat der Verein Materialien für die Ausstattung der Schule, Geschirr der Schulküche gesammelt und auch Musikinstrumente für die Arbeitsgemeinschaften, Trikots für die Fußball-AG, Nähmaschinen und Werkzeuge für die Ausbildungswerkstatt und auch Fahrräder für die Kinder und Lehrer.

„Das Darad Education-Centre hat sich auch in diesem Jahr erfolgreich weiterentwickelt“, sind sich die Verantwortlichen im Verein einig. Inzwischen hat der erste Jahrgang des Education-Centres seinen Abschluss in der Tasche. Zur Freude der Vereinsmitglieder im Kreis Heinsberg haben die Schüler der ersten Abschlussklasse gute Ergebnisse erzielt. Ein Großteil der Schüler ist befähigt, die weiterführende Schule zu besuchen. Auch dabei – insbesondere bei der Finanzierung des monatlichen Schulgeldes – unterstützt der Verein die Familien.

Ernährung verbessert

Durch die Erträge aus der Schulfarm war die Ernährung der Schulkinder mit einer Frühstücksbanane, einer warmen Mahlzeit und abends einer Portion Haferbrei gesichert. Es konnte ein neuer Speisesaal mit Küche und zwei Lehrerzimmern gebaut werden. Dank der Spenden des Missionsbasars Bocket, des Christlichen Kindergartens Bocket und der Astrid-Lindgren-Schule in Süsterseel konnte sowohl die Fertigstellung des Neubaus finanziert werden und auch der neue Kochherd und zehn Tische mit 20 Bänken angeschafft werden.

Der alte Speisesaal wurde mit Hilfe der Volontäre in einer Bücherei umgebaut, mit einer übergroßen, selbst gemalten Weltkarte verschönert und erste Schränke für die neue Bücherei angeschafft.

Im neuen Jahr steht der Verein auch vor neuen Herausforderungen. Um eine dauerhafte Schulgenehmigung zu erhalten, müssen die Klassenräume für die Grundschule und den Kindergarten in geschlossene Räume umgebaut werden. Weiterhin steht das gemietete Grundstück mit Schulfarm zum Verkauf. Der Verein möchte gerne das Grundstück zur Ernährungssicherung erwerben.

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