Projekt „China Care“: St.-Gereon-Seniorendienst ist Neuland für Chinesen

Von: kalauz
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Hückelhoven-Brachelen. China ist nicht nur wirtschaftspolitisch ein wichtiger Partner Deutschlands – auch sozialpolitisch wird der Austausch mit dem Land der Mitte immer intensiver. Im Rahmen des vom Bundesforschungsministerium geförderten Projektes „China Care“ besuchte jetzt eine Delegation der chinesischen Medizinschule Fushun das Haus Berg der St.-Gereon-Seniorendienste in Brachelen.

Um der Delegation einen möglichst breit gefächerten Einblick in die pflegerische Versorgung und Betreuung alter Menschen zu geben, hatte Bernd Bogert, Geschäftsführer der St.-Gereon-Seniorendienste, das „große Besteck“ rausgeholt: „Wir haben unseren Gästen am Beispiel des Hauses Berg den hohen Standard der Betreuung pflegebedürftiger Menschen in unserer Gesellschaft veranschaulicht.“

Einen wesentlichen Raum beim Besuch in Brachelen nahm die Erläuterung des Systems der Finanzierung der Pflegeplätze, also der sozialpolitisch-gesellschaftliche Aspekt, ein. Ebenso wichtig aber war das Gespräch mit Auszubildenden der Altenpflege.

Die Gäste aus China wurden von dem China-Care Projektpartner MA&T, einem Aachener Forschungsunternehmen, begleitet und schauten sich nach dem Besuch im Haus Berg in Brachelen in Ratheim den so genannten „Generationen-Campus“ der St.-Gereon-Seniorendienste an. Ein Projekt, bei dem der Übergang vom selbstbestimmten, eigenständigen Leben in das betreute Wohnen fließend möglich ist. „Das“, sagt Bernd Bogert, „war für unsere Gäste völliges Neuland, so etwas kennen sie aus ihrer Heimat gar nicht.“

Dort ist das Leben der alten, nicht mehr im Produktionsprozess stehenden Menschen noch immer – wie bei uns noch vor gar nicht so langer Zeit – in die Familie eingebunden. „Die werden das, was wir hier bei uns in vielen Jahren aufgebaut haben, nicht einfach kopieren“, sagt Bogert. „Aber sie nehmen sicher Anregungen mit nach Hause, wie man es machen könnte“.

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