Prognose: Die Verkehrsbelastung nimmt zu

Von: kalauz
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Rund 14.500 Fahrzeuge fahren jetzt täglich durch Baal. Bis zum Jahr 2030 wird das Verkehrsaufkommen um neun Prozent ansteigen. Entlastung soll eine Straße bringen, die täglich rund 5000 Fahrzeuge von der A46 ins Gewerbegebiet Baal befördert, ohne den Ort passieren zu müssen. Foto: kalauz

Hückelhoven. Im vergangenen Jahr hat die Stadt Hückelhoven die Fortschreibung des bisherigen Verkehrsentwicklungsplanes, der die Zeitspanne von 1995 bis 2014 umfasste, in Auftrag gegeben. Mit dem Abschlussbericht, der die voraussichtliche Verkehrsentwicklung im Stadtgebiet bis zum Jahr 2030 beschreiben wird, rechnet man für Mitte/Ende April.

Im Bauausschuss stellte das Büro für Stadt- und Verkehrsplanung (BSV) aus Aachen jetzt den zweiten Zwischenbericht vor. Er beschäftigte sich mit der voraussichtlichen Entwicklung der Verkehrsströme nach Fertigstellung der L117n als Ortsumgehung für Ratheim und Millich sowie der Realisierung einer Querspange als Zubringer von der Autobahn 46 zum Gewerbegebiet Baal als Entlastung für die Ortsdurchfahrt Baal.

Planung bis 2030

Das Prognosemodell geht dabei von einem leichten Anstieg der Einwohnerzahl um drei Prozent von jetzt 40.149 auf 41.377 Personen und einem Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze um 17,1 Prozent von derzeit 9675 auf dann 11.326 aus.

Ein wesentlicher Grund für dieses Mehr an Arbeitsplätzen in der Stadt ist die geplante Neuansiedlung von Gewerbebetrieben durch die Vergrößerung der Verkaufsfläche des Areals Am Landabsatz um mehr als 10.000 Quadratmeter. Das alles, wie gesagt, als Planung bis zum Jahr 2030 auf der Basis der Zahlen von heute.

Hückelhoven wird bis zu diesem Zeitpunkt, so die Verkehrsplaner, eine Autostadt bleiben. Mit einer weiter wachsenden Fahrzeugfrequenz auf den Straßen – die aber durch die geplanten Ortsumgehungen zu keiner weiteren Belastung des innerörtlichen Verkehrsraumes führen wird.

Den Prognosen zufolge wird die L117n nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes von Ratheim bis zur A46 täglich 8500 Fahrzeuge aufnehmen; nach Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes bis zum Landabsatz rechnen die Planer mit einer weiteren Aufnahme von rund 10.000 Fahrzeugen am Tag, was eine Entlastung der Ortsdurchfahrt Millich von 4500 bis 5000 Fahrzeugen täglich zur Folge haben wird.

Die ins Auge gefasste Querspange für den Quell-Zielverkehr von der A 46 ins Gewerbegebiet und als Entlastung der Ortsdurchfahrt Baal soll, so die Entwicklungsprognose der Planer, täglich rund 5000 Fahrzeuge aufnehmen. Augenblicklich sind es rund 14.500 Fahrzeuge täglich, die durch den Ort brettern.

Das Verkehrsaufkommen wird hier nach den Berechnungen der Aachener Experten bis um Jahr 2030 um weitere neun Prozent anwachsen.

Der dritte Bericht des Planungsbüros wird voraussichtlich in der April-Sitzung des Ausschusses vorgestellt und wird als Schwerpunkt die Entwicklung und weitere Planung des Radwegenetzes im Stadtgebiet Hückelhoven behandeln.

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