Prinzenempfang auf der Burg: Weibliches Dreigestirn eindeutig innovativ

Von: hewi
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Beim Prinzenempfang in Erkelenz posieren traditionsgemäß alle Tollitäten aus dem Stadtgebiet mit Ehrengästen vor der Burg. Foto: Koenigs
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Die Tollitäten aus dem Stadtgebiet von Erkelenz stellten sich beim Prinzenempfang im Innern des historischen Gebäudes gegenseitig vor. Foto: Koenigs

Erkelenz. Seit zehn Jahren lädt der Erkelenzer Bürgermeister die Gesellschaften und ihre Tollitäten zum Prinzenempfang in die Burg ein. Immer dabei ist Kurt Forg, der mit seiner Orgel stets die richtigen musikalischen Akzente zu setzen weiß.

Zum gemeinsamen Bühnenjubiläum in der Burg ließ es sich Bürgermeister Peter Jansen nicht nehmen, „den Mann in der Ecke“ aus einer Erkelenzer Karnevalistenfamilie besonders zu würdigen. Gemeinsam begrüßten sie die offiziellen Ehrengäste wie das Sparkassen-Dreigestirn, bestehend aus Thomas Pennartz, Hans-Josef Mertens und dem neuen Filialleiter Kristian Lanske. Aber auch aus Berlin war der Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers gekommen, der ebenso begrüßt wurde wie Landrat Stephan Pusch, Tusch!

Dann kamen die Gesellschaften. Vorneweg die Lövenicher Hoppesäck mit ihrem Dreigestirn und Präsident Jürgen Drews. Die Katzemer Katzeköpp überließen ihre protokollarisch festgelegten fünf Minuten ihrem Ober-Sitzungspräsidenten Wolfgang „Wolli“ Conen, der sie bis auf die letzte Sekunde zu nutzen wusste. Anschließend gab es aber noch ein gemeinsames Absingen der Dorfhymne „Katzem is et allerschönste Dörpke“, die Bürgermeister Jansen als gebürtiger Katzemer anstimmte.

Der Granterather Mr. Karneval, Karl Mones, sah sich zu einer Stellungnahme bezüglich der Querelen zum kommenden Karnevalssamstagszug genötigt und versprach eine Lösung, die sowohl den Technokarnevalisten als auch den Freunden der Karnevalstradition gerecht würde. Im Social Network Facebook habe er zu dem Thema Postings bekommen, die ihm „auf den Sack gehen“, erklärte er. Man habe kurz davor gestanden, den Zug abzusagen. Jansen betonte, dass der Granterather Zug ein wichtiger Bestandteil des Erkelenzer Karnevals sei. Es folgten die Golkrather mit ihrem Kinderprinzenpaar und die Immerather, die in diesem Jahr keine Tollitäten aufzuweisen haben.

Trend des Jahres: Tollitäten größtenteils ohne weibliche Beteiligung, Ausnahme Gerderhahn, das in Ermangelung williger Männer ein ausschließlich weibliches Dreigestirn ins Rennen schickte. Nach der ersten verbalen Begegnung mit Bäuerin Heidi Glahn bei der ersten Sitzung erklärte der Präsident Frank Salewski als eingefleischter Karnevalist, er könne sich „auf Aschermittwoch freuen“.

Dann schlug die Stunde für Norbert Müschen von der KüKaGe, der erstmals eigentlich nicht in offizieller Mission in der Burg war. Jansen erklärte schon ein wenig spitzbübisch, er sei „auf die nächsten Jahre gespannt, wenn der Norbert im Publikum neben mir sitzt“, während oben die Sitzung läuft. Müschen selbst erklärte, er habe „30 Jahre erfolgreich ein Dreigestirn verhindert“, zeigte sich aber stolz auf das Dreigestirn, das mit seinem Rücktritt die Regentschaft übernommen habe.

Dann las er aus einen fiktiven Eintrag im Online-Lexikon Wikipedia vor, nach dem der Karneval neben der Roten Armee die „weltweit zweitgrößte Wiederverwertung alter Orden“ sei. Nach den heillos überzogenen „fünf Müschen-Minuten“ und einem persönlichen Ständchen des Venrather Präsidenten „Juppi“ Gormanns ging es auch schon mit dem Freundeskreis „Flotte Theke“, den Karnevalsfreunden der Brückstraße und dem „echten“ Erkelenzer Prinzen Franz II. und seiner EKG weiter, bevor man gemeinsam in Richtung Stadthalle abzog, wo das Prinzenbiwak der Blau-Weißen auf viele närrische Gäste wartete.

Die Jugendgarde der Gerderhahner bekam von Jansen für ihren Auftritt als Boxer ebenso wie die Kinder-Tollitäten den städtischen „Bummelpass“ für die nächste Erkelenzer Kirmes.

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