Prinz Helmut III. hat genaue Vorstellungen für seine Session

Von: Anna Petra Thomas
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Helmut Frenken und seine Frau Christina werden Heinsberg in der kommenden Session als Stadtprinzenpaar Heinsberg regieren. Foto: anna

Heinsberg. „Luft holen, Vollgas geben, Rosenmontag bremsen, dann haben wir es geschafft!“ Wenige Worten, mit denen Helmut Frenken aus Oberbruch seine ihm noch bevorstehende Session als Stadtprinz Helmut III. verdeutlichte, ließen bei seiner offiziellen Vorstellung im Rathaus die ganze Energie spüren, mit der er seinem Amt entgegenfiebert.

Am kommenden Freitag, 20. November, wird er in der Oberbrucher Festhalle proklamiert. Begleitet wird er von seiner Frau Christina als Prinzessin.

Der Proklamation voran geht traditionsgemäß die Vorstellung im Rathaus mit Bürgermeister, Vertretern aus Rat und Verwaltung, Vertretern des Komitee Heinsberger Karneval und einer Abordnung der Gesellschaft, die den Stadtprinzen stellt. Das ist in dieser Session aus Anlass des 8x11-jährigen Bestehens die KG Brööker Waaterratte. Besonders freue er sich, zwei solch engagierte Karnevalisten als Stadtprinzenpaar zu empfangen, erklärte Bürgermeister Wolfgang Dieder in seiner Begrüßung. „Wer den Prinzen nicht kennt, ist selber schuld.“

Als Oberstleutnant sei der Stadtprinz Recht und Gesetz verpflichtet. Da stelle sich die Frage, wie er dann am Karnevalssamstag gewaltsam den Rathausschlüssel in seine Gewalt bringen wolle. „Ich hoffe ja nicht, dass wir uns plötzlich den Truppen des Heeres gegenübersehen!“ Wenn es um die Sicherheit der Narretei gehe, könne ja auch das unmittelbare Zwangsgesetz zum Zuge kommen, scherzte Frenken. Das Rathaus sei ja schon infiltriert, freute sich Komiteevorsitzender Wolfgang Weintz mit Blick auf Frenkens Amt als Stadtverordneter.

„Wir wären daher gewiss schneller an der Macht, als Dir lieb ist!“, warnte er den Bürgermeister. „Dir und diesen seltsamen Wesen, die man auch Beamte nennt, würde somit keine lange Atempause mehr bleiben.“ Weintz präsentierte anschließend den neuen Orden des Komitees, der als zweiter Teil eines dreiteiligen Puzzles gestaltet ist. Er zeigt den Oberbrucher Rattenbrunnen und verkündet das Motto des Komitees: „Würden auch die Füße nass, die Waaterratte machen Heinsberg Spass.“

Den einzigartigen Orden der Waaterratte für ihr närrisches Jubiläum stellte Jens Prigge vor, der damit zugleich seine Feuertaufe als Waaterratte-Präsident für die neue Session erlebte. Wer das massive, silberne Buch, das durch Magnete gehalten wird, öffnet, dem zeigt sich ein Fotoreigen aller bisherigen sieben Stadtprinzenpaare der Gesellschaft. „Brook alaaf – seid mit dabei! Ein Hoch der Brööker Narretei“, lautete das Motto in dieser Session.

Bereits seit 1948 habe die Oberbrucher Gesellschaft in jedem Jahr einen Prinzen oder ein Prinzenpaar gehabt, erklärt Prigge. Darauf sei man in Oberbruch besonders stolz. Derzeit habe die KG rund 130 aktive „Jackenträger“, darüber hinaus seien circa 70 aktive Tänzerinnen und Tänzer in vier Gruppen aktiv, dazu ein Tanzpaar und zwei Mariechen.

Viel Närrisches hatte er auch aus dem Lebenslauf des designierten Prinzen zu berichten. So ist er in diesem Jahr genau 5x11 Jahre alt geworden. Seit 26 Jahren ist er Präsident der Gesellschaft, zehn Jahre war er ihr Vorsitzender. In der Session 2006/2006 waren er und seine Christina schon einmal das Prinzenpaar der KG. Am 11. November 2006 heirateten sie und gefeiert wurde dann natürlich am Rattenbrunnen. „Wo sonst?!“, fragt Prigge.

„Stadtprinzenpaar zu sein, ist jetzt das Tüpfelchen auf dem i, das man im Heinsberger Karneval erreichen kann“, sagte Frenken. Adjutanten des Prinzenpaares werden Guido Baraniak, Heinz Hennebrüder, Willy Hennen, Stefan Knoben und Wolfgang Schmitz sein. „Ich freue mich auf den Besuch bei jeder Gesellschaft“, so Frenken. Jeder werde eine Fahrt von Freunden zu Freunden sein. „Der Karneval ist meine linke Herzkammer, und ich verspreche, dass wir das Rathaus stürmen werden, ungebremst und mit Freudenschaum!“

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