Prinz Harald II. und Prinzessin Monika bringen Festzelt zum Beben

Von: agsb
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Prinz Harald II. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Monika schwebten am Samstagabend auf Wolke sieben. Foto: agsb

Selfkant-Tüddern. Wie in einem Wartesaal des Glücks fühlten sich Prinz Harald II. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Monika im unteren Bereich des Festzeltes kurz vor ihrem großen Auftritt.

Erstmals fand in Tüddern eine Karnevalsveranstaltung im Festzelt statt, denn in dieser Session mussten sich die Witsemänn nach der Geschäftsaufgabe von Saal Hostenbach einen neuen Veranstaltungsort suchen. Der Verein zeigte Mut zum Risiko, auch das große Engagement der Vereinsmitglieder mit der blau-weißen Verwandlung zum Narrenpalast im Festzelt wurde durch den ausgezeichneten Besuch belohnt.

Ein volles Haus ist für die Witsemänn nichts Ungewöhnliches, seit Jahrzehnten strömen die Narren zu den Sitzungen. Und die Erwartungen des Narrenvolkes sind stets hoch, doch die Witsemänn kennen die Zutaten für ein Erfolgsrezept: Karneval mit eigenen Stimmungskanonen. Die Stimmung wird bei den Witsemänn stets hochgehalten, die heimischen Talente sind das Salz in der Suppe.

Erster Höhepunkt im fast mehr als fünfstündigen Programm war die Proklamation des Prinzenpaares. Nach dem Einzug des Elferrates unter den Klängen des Witsemänn-Liedes (hier schrieb Jupp Schürmann einst eine Liebeserklärung an den Verein) zeigten die Freunde des Prinzenpaares sich närrisch.

Mit Luftballons in den Vereinsfarben blau-weiß, in schicker Tracht und mit einem kleinen Zelt auf dem Kopf sorgten sie für ein erstes prächtiges Bühnenbild. Das Prinzenpaar benötigte einige Minuten, bis es die Bühne erreicht hatte – Zeit genug, viele hundert Strüßje ans närrische Volk zu verteilen.

Die Übergabe des Prinzenzepters gelang schwungvoll, das Anbringen der Adjutantenkette für Norbert Jakobs und Georg Lenzen war dagegen nicht ganz so einfach. „Einfach nur den Nippel durch die Lasche ziehen“ – das war nicht drin. Die Akteure auf der Bühne hatten die Rechnung ohne den Knopf und Knopfloch gemacht. Schließlich gelang es aber doch.

Und danach ging alles Schlag auf Schlag: Ein jeckes Zwiegespräch führten Tim Wynands und Nadir Trabelski, mit stimmungsvollen Songs, gespielt auf seinem Akkordeon eroberte Wilfried Meessen Tüddern.

Wie eh und je triumphierte Inne Hamacher als „De Marie“ mit ihrer Büttenrede, auf diesen Familientratsch hatten alle mit Sehnsucht erwartet. Inne startete die erste Zwergfellattacke des Abends. „Damen in den Elferrat!“ Das forderten Anne und Schola in ihrem Sketch. Die Witsemänn-Ladies präsentierten sich als Cheerleader.

„Der Selfkantberg ruft“ – die Witsemänntanzgruppe präsentierte sich in Alpentracht. Einen ebenso mitreißenden Auftritt bot das Tüdderner Männerballett mit seiner Zeitreise durch die verschiedenen Musikepochen.

Die Tanzgarde und Solotänzerinnen des mehrmaligen Welt-, Europa- und Deutschen Meisters Rot-Weiß Tüddern tanzten sich mit Akrobatik und superschnellen Tanzschritten erneut in die Herzen aller Zuschauer. Man merkte: Tüddern ist stolz auf seine Tanzmädels.

Ein Hingucker war auch die Showtanzgruppe Moonlights, spätestens bei ihrem Auftritt erreichte die Stimmung im Festzelt den Siedepunkt.

Und dann standen auch noch „Schenkewursch und Leeverwursch“ in der Bütt. Sie strapazierten das Zwergfell arg. Karneval im Selfkant „Hat wat“ – die gleichnamige Musikgruppe aus dem Nachbarort Süsterseel zeigte großes Entertainment.

Ganz zum Schluss wurde es „Echt Lecker“, denn Heinz Ernst und seine Band machten die Nacht zum Tag. Für die musikalische Untermalung sorgte ansonsten die Büsch-Band.

Vielen Tüddernern zogen nach der Sitzung das Fazit, dass die Witsemänn anscheinend zum Feiern geboren sein müssen – immerhin war die Proklamationssitzung der beste Beweis dafür.

Tüddern zeigte Größe

Pünktlich um 20.11 Uhr gab Sitzungspräsident Hubert Jessen das Kommando. Doch vor dem Start in die jecken Stunden gab es einige Minuten der Ruhe und des Gedenkens. Vor kurzem verloren die Witsemänn durch einen tragischen Verkehrsunfall in Höhe der einstigen Löwensafari sein Leben.

Tüddern zeigte Größe, alle Narren schalteten kurz vom Beginns des Frohsinns einmal ganz herunter, so dass man im Festzelt eine Stecknadel hätte fallen hören können.

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